Zahl der FSME-Erkrankungen wieder stark angestiegen - Impfung ist der beste Schutz

Zecke mit Zeckenzange. (Foto: Thorben Wengert, pixelio.de)
So schön die Sommertage auch sind – beim Bummeln über Blumenwiesen, Wanderungen in Wäldern oder Picknicks in Parks können Ausflügler sehr leicht das Opfer von Zecken werden. Dabei besteht die Gefahr, dass die kleinen Blutsauger die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Die Zahl der Erkrankungen dieser ernst zu nehmenden Infektionskrankheit hat sich im letzten Jahr laut Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als verdoppelt.

Ganz Unterfranken gilt als Risikogebiet – aufgrund des milden Klimas finden Zecken hier beste Bedingungen vor. Auch die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an einer Hirnhautentzündung zu erkranken, ist in der Region besonders hoch.
Experten raten deshalb, den Körper sorgfältig nach Zecken abzusuchen. Insbesondere Kopf, Ohren, Hals, Armbeugen und Kniekehlen sollten genauer angesehen werden - das gilt vor allem für Kinder.

Wer eine Zecke entdeckt, sollte am besten einen Arzt oder Apotheker aufsuchen. Wer versucht, sie eigenständig zu entfernen, läuft Gefahr, dass der Kopf abreißt und unter der Haut bleibt. Auf keinen Fall sollten Zecken mit Klebstoff oder Öl erstickt werden. Das kann dazu führen, dass Zecken im Kampf ums Überleben ihren Darminhalt und damit Krankheitserreger in die Wunde abgeben.

Typisch für eine FSME-Infektion sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Bemerkbar macht sich die Krankheit ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbiss. Es können aber auch eine Hirnhautentzündung sowie Bewusstseins- und Sprachstörungen auftreten.

Der wirksamste Schutz gegen die FSME-Erkrankung ist eine Impfung. Das RKI hat jedoch eine gewisse Impfmüdigkeit festgestellt. Während die Impfquoten bis 2010 stets gestiegen sind, verzeichnete es in den vergangenen Jahren eine Stagnation der Impfzahlen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung insbesondere für Personen, die in Risikogebieten wie Unterfranken. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für Versicherte, die in diesen Risikogebieten leben, die Impfkosten.
Quelle KKH Würzburg
Bild: www.pixelio.de
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