Wo steckt bloß der Impfpass? Nicht mal jeder Zweite kennt den eigenen Impfstatus

Ein aktueller Impfschutz ist den meisten Deutschen wichtig. (Foto: Thinkstock/MobilOil)
Fast vier von fünf Deutschen (78 Prozent) ist ein aktueller Impfschutz wichtig – aber weniger als die Hälfte (39 Prozent) kennt den eigenen Impfstatus vollständig. Das ergab eine von der Betriebskrankenkasse Mobil Oil beim Marktforschungsinstitut Ipsos in Auftrag gegebene Umfrage. Im Rahmen dieser repräsentativen Online-Untersuchung wurden 995 Personen befragt.
17 Prozent der Männer ist sogar vollkommen unbekannt, wogegen sie bereits geimpft sind oder nicht - bei den Frauen ist nur rund jede Zehnte dermaßen ahnungslos. Auch der Blick in den Impfpass kann nicht bei jedem diese Frage klären, denn: Fast jeder fünfte kann nicht mit einem Impfpass aufwarten: 5 Prozent der Befragten gaben an, keinen Impfpass zu haben, 14 Prozent der Befragten wissen nicht, wo sich ihr Impfpass derzeit befindet.
Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf, empfiehlt: „Wer den eigenen Impfstatus nicht kennt, sollte diesen gemeinsam mit dem Arzt klären. Mediziner sind verpflichtet, Unterlagen zehn Jahre lang aufzubewahren. Wer noch weiß, wo er sich hat impfen lassen, kann in der Praxis nachfragen. Für manche Impfungen – etwa Masern – lässt sich per Blutuntersuchung nachweisen, ob eine Immunisierung besteht. Wo das nicht geht, sollte man im Zweifelsfall noch einmal impfen.“
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