Von der Göttermutter in die Blumenläden: Schon in der griechischen Antike gab es einen „Muttertag“

Ein Küsschen für Mami… (Foto: Helene Souza/pixelio.de)
Der Muttertag wird jeweils am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. An diesem Tag erhalten viele Mütter kleine Geschenke und werden von ihrer Familie verwöhnt.
Bereits in der griechischen Antike wurde die Göttermutter Rhea im Frühling geehrt. Im 13. Jahrhundert in England gab es einen „Mothering Sunday“, bei dem während eines kirchlichen Festtags den Müttern gedankt wurde.

Dieser Brauch hielt sich bis ins 17. Jahrhundert. An diese Formen des Mutterkults haben Ann Maria Reeves Jarvis und ihre Mitkämpferinnen aber wohl nicht gedacht, als sie sich zusammenschlossen, um aktuelle Fragen unter Müttern zu diskutieren. Als eigentliche Begründerin wird die Tochter Anna Marie Jarvis genannt, die mit dem Memorial Mothers Day Meeting den ersten Muttertag feierte, in Erinnerung an ihre Mutter.

Die Methodistin schuf einen offiziellen Ehrentag für alle Mütter und wandte sich mit diesem Wunsch an zahlreiche Vereine, Geschäftsleute, Geistliche sowie Politiker. Im Jahr 1914 galt der Muttertag erstmalig als nationaler US-Feiertag.
Die Mother’s Day International Association, die in 1912 initiiert wurde, hatte das Ziel, den Ehrentag der Mütter auf weitere Länder auszuweiten. Die Engländer übernahmen den Muttertag als erstes, danach kam er in die Schweiz (1917), ein Jahr später nach Finnland, Norwegen und Schweden und 1924 nach Österreich.

In Deutschland fand der Ehrentag zum ersten Mal 1922 Erwähnung, und zwar in den Blumengeschäften. Diese machten Werbung mit dem Motto „Ehret die Mutter“, und benannten den Muttertag in den Tag der Blumenwünsche um.
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