So vermeiden Sie zu viel Zucker und Fett in der Weihnachtszeit

Für den „süßen Zahn“ müssen es nicht immer Plätzchen sein. Nüsse beispielsweise sind besonders reich an ungesättigten Fettsäuren und anderen hochwertigen Inhaltsstoffen. (Foto: © panthermedia.net / Joerg. Mikus)
Plätzchen, Stollen und Lebkuchen versüßen uns die Vorweihnachtszeit. Das Problem: Die Leckereien enthalten reichlich Zucker und Fett. Daher hat Ulrike Jaques, Ernährungsberaterin bei der AOK in Würzburg, Tipps zusammengestellt, wie man Adventsnaschereien bewusst einplanen und genießen kann.

„Ein paar Plätzchen mit einer Tasse Kaffee oder Tee gehören schließlich zur Weihnachtszeit“, so Jaques. Gut in die Adventszeit passen etwa Weihnachtstees mit Gewürzen wie Zimt oder Nelken. Sie empfiehlt, beim Naschwerk fettarme Varianten wie Magenbrot, Pfeffernüsse, Anisplätzchen und Baseler Leckerli zu bevorzugen. Jaques: „Kluge Genießer gleichen Süßes durch besonders leichte Kost bei den übrigen Mahlzeiten aus.“

Selber backen mit gesunden Zutaten
Wer selbst backt, kann die im Rezept angegebene Zucker- und Fettmenge meist verringern, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Enthält das Gebäck Trockenfrüchte, wird aufgrund der natürlichen Fruchtsüße ebenfalls weniger Zucker benötigt. Außerdem sollten Weihnachtsbäcker Teige mit geringem Fettgehalt bevorzugen, zum Beispiel Makronen oder Lebkuchen. Ein Teil der vorgegebenen Fettmenge kann außerdem durch Joghurt oder Buttermilch ersetzt werden.

Noch ein Tipp: Gebäck aus Vollkornmehl enthält mehr Ballaststoffe, Vitamine und Eisen als helles Mehl und macht schneller satt. Selbst wenn im ursprünglichen Rezept „normales“ Mehl angegeben ist, lässt es sich zur Hälfte durch Vollkornmehl ersetzen. „Wer ein Rezept von Weißmehl auf Vollkorn umändern will, sollte zusätzlich Flüssigkeit zugeben, damit die Ballaststoffe quellen können und das Gebäck nicht zu trocken wird“, so Jaques. Auch Haferflocken, Trockenfrüchte oder frisches, zerkleinertes Obst erhöhen den Anteil an Ballaststoffen sowie an Vitaminen und Mineralstoffen.

Obst und Nüsse als Alternative
Für den „süßen Zahn“ müssen es nicht immer Plätzchen sein. Als Alternativen bieten sich auch frisches Obst oder Bratäpfel zum Naschen an. Lecker, aber auch süßer, ist Trockenobst wie Aprikosen, Feigen, Datteln oder Apfelringe. Auf einen weihnachtlichen bunten Teller gehören darüber hinaus Nüsse. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und anderen hochwertigen Inhaltsstoffen. Um davon zu profitieren, reicht wegen ihres andererseits hohen Fett- und Energiegehalts allerdings eine Handvoll Nüsse am Tag.

Weitere Ernährungstipps gibt es unter www.aok.de/bayern > Gesundheit > „Essen & Trinken“.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.