Schweinfurt: Kulinarische Köstlichkeiten und Kultur in reizvoller Landschaft

Bei der Schlachtschüssel wird frisch gekochtes Schweinefleisch Gang für Gang serviert und direkt von blank gescheuerten Holzbrettern verspeist. (Foto: djd/TI Schweinfurt 360°/TV Franken/Jürgen Kohl)
 
Im Museum Georg Schäfer befindet sich die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts. (Foto: djd/TI Schweinfurt 360°/TV Franken/A.Hub)

Franken gilt als ein Land der Genüsse - zu Recht, ist doch die Landschaft gesegnet mit fruchtbaren Böden, sonnigen Weinbergen und bunten Wäldern. "Die Schätze der Natur, die hier gedeihen, werden frisch verarbeitet und mit einer regionalen Note versehen", weiß Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Eine besonders reizvolle Gegend erstreckt sich rund um Schweinfurt - umrahmt von den Mittelgebirgslandschaften Rhön im Westen, Haßberge im Norden, Steigerwald im Osten und dem Fränkischen Weinland im Süden. Alle Informationen gibt es bei der Tourist-Information Schweinfurt 360° unter www.schweinfurt360.de oder unter Tel. (09721) 51 36 00.

Edle Tropfen und deftige Schlachtschüsseln
Das ganze Jahr über erfreuen sich Liebhaber des guten Geschmacks an den regionalen Köstlichkeiten. Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste beispielsweise den Frankenwein zu schätzen. Für die Menschen hier ist er ein Volksgetränk, für Kenner zählt er zu den besten Tropfen der Welt. Dank des milden Klimas und der Bodenbeschaffenheit entstehen im Schweinfurter Land Gaumenfreuden mit würzigem Geschmack. Genießen kann man sie im Herbst in einer der vielen sogenannten Heckenwirtschaften. Ob rustikal, dekorativ oder individuell geschmückte Gasträume - sie bieten die Atmosphäre eines Freundeskreises und laden zum ungezwungenen Austausch mit dem Tischnachbarn beim Genuss von Wein und Speisen ein.

Ein kulinarisches Ereignis der besonderen Art ist die Original Schweinfurter Schlachtschüssel. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird der Brauch zelebriert, frisch gekochtes Schweinefleisch Gang für Gang zu servieren und direkt von blank gescheuerten Holzbrettern, die über Tische gelegt werden, zu essen. Dazu werden Bauernbrot, Meerrettich und Sauerkraut gereicht. Salz und Pfeffer werden vermischt und geben die Würze. Typische Schlachtschüssel-Lieder und ein guter Schnaps runden das mindestens zweistündige Vergnügen ab. Gruppen ab etwa 15 Personen können die Schlachtschüssel in zahlreichen Gaststätten in der Region zwischen September und April auf Vorbestellung erleben.

Carl Spitzweg trifft auf die Moderne
Auch Kulturfreunde sind hier in ihrem Element. Die Kunstschätze Schweinfurts genießen internationales Renommee und locken Besucher aus aller Welt in die Region. Im Museum Georg Schäfer befindet sich die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts. Zu Menzel, Liebermann und Corinth gesellt sich die weltweit größte Carl-Spitzweg-Sammlung. Mit der Kunsthalle in einem ehemaligen Schwimmbad schließt Schweinfurt den Kreis zur Kunst der klassischen Moderne bis hin zur Gegenwart. In den beeindruckenden Architekturen der Museumsbauten verschmelzen das Gestern und Heute zu einem hochkarätigen künstlerischen Angebot.

Zeitzeugen der Vergangenheit
In der Region Schweinfurt kann man auf den Spuren berühmter Baumeister und geistreicher Gelehrter wandeln. Prunkvolle Schlösser, alte Burgen und die einzigartigen fränkischen Gaden laden zur Zeitreise ein. Zahlreiche Altarwerke in Kirchen stammen aus der Bildschnitzer-Werkstatt Tilman Riemenschneiders, und kein anderer prägte mit seinem künstlerisch-mathematischen Bauwerk die Landschaft rund um den Main so wie Balthasar-Neumann - der große Vollender des Barock. Ein Meisterstück der Sprache wiederum hinterließ der Schweinfurter Dichter Friedrich Rückert. (djd)
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