Myrrhe: Eines der ältesten natürlichen Heilmittel

Schon die „alten“ Griechen verwendeten Myrrhe zu medizinischen Zwecken. (Foto: akz-o)

Studien belegen entkrampfende und antientzündliche Wirkung der Myrrhe

Die Myrrhe gehört zu den ältesten natürlichen Heilmitteln der Menschheit, deren Einsatz sich besonders bei Darmerkrankungen bis heute ins moderne Zeitalter bewährt hat. Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus bekannt, wird vielen Menschen auch die frühere Bedeutung der Myrrhe wieder bewusst. Schon die Weisen aus dem Morgenland beschenkten das neugeborene Jesuskind neben Gold und Weihrauch mit Myrrhe, eines der wertvollsten Güter der damaligen Zeit. „Die Pflanze war seinerzeit nicht nur Opfergabe für Götter und Könige und ein Zeichen der Heiligung, sondern auch eine begehrte Arzneipflanze“, erläutert Dr. Johannes G. Mayer, Medizinhistoriker, Universität Würzburg. Heute wird die Heilpflanze mit „biblischer Tradition“ bei verschiedenen Darmerkrankungen wie Durchfall, Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.

„In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien an deutschen Kliniken und Universitäten sowohl die entkrampfende als auch antientzündliche Wirkung der Myrrhe allein und in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle bestätigt. Weitere Untersuchungen konnten zeigen, dass die Arzneipflanzen die Darm-barriere stärken und eine gesunde Darmflora unterstützen“, erläutert Dr. med. Rainer Stange, Studienleiter, Charité – Universitätsmedizin Berlin. In einer von ihm geleiteten Beobachtungsstudie mit mehr als 1.000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen stellte sich nach Einnahme eines pflanzlichen Kombinationsarzneimittels mit Myrrhe nach Arzt- und Patientenurteil eine deutliche Besserung der Durchfallsymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und akuten Durchfällen ein.

Als Arzneipflanze wurde die Myrrhe schon früh verwendet. „Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus wurde sie von den Griechen zur Wundbehandlung, bei chronischem Husten, Asthma und Entzündungen der Mundhöhle eingesetzt. Arabische Ärzte legten dann um 1000 nach Christus den Schwerpunkt der Anwendungen auf den Magen-Darm-Bereich, was auch von europäischen Ärzten des Mittelalters übernommen wurde“, ergänzt Mayer. In den letzten Jahren wurden die aus der Erfahrungsmedizin schon lange bekannten Wirkungen der biblischen Arzneipflanze in verschiedenen Studien näher untersucht. (akz-o)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.