Jetzt brechen harte Zeiten für Wildvögel an: So füttern Sie richtig

Rotkehlchen bevorzugen einen fest montierten Futterplatz. (Foto: ZZF/Turk)
Wenn die ersten Schneeflocken übers Land treiben, bricht für viele Wildvögel eine harte Zeit an: In unserer zivilisierten Umwelt wird es für sie immer schwieriger, natürliche Nahrung zu finden. Das beobachten Vogelexperten vor allem in Ballungsräumen und landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegenden. Um die Artenvielfalt in der Vogelwelt zu erhalten, empfiehlt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), den Tieren mit einer sachgemäßen Fütterung über den Winter zu helfen. "Tierfreunde erreichen viele Vogelarten, wenn sie eine breite Palette an Futtermitteln anbieten und verschiedenartige Futterplätze einrichten", erläutert ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Im Zoofachhandel gibt es Mischungen für Körnerfresser wie Sperling, Buchfink und Gimpel. Weichfresser wie Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig können mit ihren schmalen Schnäbeln keine harten Körner knacken: Sie benötigen ein eiweißhaltiges, mit Insekten angereichertes Futter.
Der ZZF empfiehlt, die Futterstellen schon vor dem ersten Frost wind- und wetterfest einzurichten. Blau- und Kohlmeisen, Kleiber und Buntspechte klettern am liebsten an frei schwingenden Knödeln und Futterplätzen. Amseln, Sperlinge, Buchfinken oder Rotkehlchen bevorzugen einen fest montierten Futterplatz. Stare beispielsweise nehmen ihre Nahrung oft am Boden auf. Das Futter darf nicht zu dicht an Büschen, in denen Katzen lauern könnten, angeboten werden.
Auch frei aufgestellte Häuschen sollten vor Katzen und anderen Kleintieren gesichert sein. Als Ständer sind Metall- oder sehr glatt polierte Holzrohre geeignet, oder man schnallt spezielle, im Fachhandel erhältliche Katzenabwehrkrägen um den Ständer. Diese sind für Katzen ungefährlich, aber hindern sie daran, zum Futterhäuschen zu klettern.
Bewährt haben sich die hygienischen Futtersäulen. Sie bieten den weniger klettergewandten Vogelarten dank der seitlich befestigten Sitzstege sicheren Halt. Alle Futterstellen sind täglich zu reinigen. Reste vom Vortag müssen beseitigt werden, damit sich keine Keime bilden, die zu Krankheiten führen können.
In kalten Nächten verlieren die Vögel viel Energie. Damit die Tiere morgens mit frischem Futter ihren Energieverlust ausgleichen können, ist es sinnvoll, die Futterstellen am Vorabend zu füllen.
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