Flattermann mit Pokerface: Schmerzen werden beim Vogel oft nicht erkannt

Fragt man Vögel wie diesen Papageien nach dem werten Befinden, so erhält man sicherlich ein „Danke bestens“ zur Antwort. Unsere gefiederten Freunde verbergen eventuelles Unwohlsein – denn in der Natur werden geschwächte Tiere schnell Opfer gefräßiger Räuber.
Der Hund winselt, die Katze maunzt, wenn ihm oder ihr etwas weh tut. Doch was macht ein Vogel, um seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen? Die Antwort ist einfach - nichts!

„Instinktiv versucht der Vogel zu verbergen, dass es ihm nicht gut geht. In der freien Wildbahn würde er sonst schnell Opfer seiner Fressfeinde werden“, erklärt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., dieses Verhalten.
Daher ist es umso wichtiger, dass der Tierhalter Anzeichen erkennt, die darauf schließen lassen, dass mit seinem gefiederten Freund etwas nicht in Ordnung ist. Dabei spielt es zunächst mal keine Rolle, worauf der Schmerz zurückzuführen ist. Dies herauszufinden ist Aufgabe des Tierarztes.

„Zusammengekniffene Augen oder untypisch aufgeplustertes Gefieder sind konkrete Anzeichen für Unwohlsein“, beschreibt die Tierärztin die häufigsten Auffälligkeiten. Doch auch Sitzen auf dem Käfigboden, Fressunlust, erhöhte Atemfrequenz oder Absonderung sind eindeutige Hinweise darauf, dass bei dem Vogel etwas im Argen liegt.

Manipulationen am Gefieder wie Federpicken oder -rupfen sowie vermehrtes Putzen gehören zudem zu den Alarmsignalen.
„Grundsätzlich kann man sagen, dass jede Verhaltensänderung einen Vogelbesitzer wachsam werden lassen muss“, empfiehlt die Veterinärin. „Mit einem Vogel, der bis dato jeden Tag gesungen hat und nun auf einmal ganz still ist, stimmt etwas nicht.

Je früher ein kranker Vogel einem Tierarzt vorgestellt wird, umso größer ist auch die Chance, ihn schnell wieder auf die Beine zu bringen.
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