Finanzielle Nachteile durch Elternzeit vermeiden

Wer in Elternzeit geht, sollte frühzeitig Vorkehrungen treffen, um mögliche finanzielle Nachteile in der Altersvorsorge zu vermeiden.
Für Eltern gibt es kaum eine größere Freude als zu erleben, wie die eigenen Kinder in ihren ersten Lebensjahren aufwachsen. 95 Prozent der Mütter und 28 Prozent der Väter gehen deshalb in Elternzeit. Allerdings denken die Wenigsten daran, dass die Elternzeit finanzielle Einbußen bei der Altersvorsorge bedeuten kann. Die Versicherungskammer Bayern weist darauf hin, dass Eltern Nachteile für die spätere Altersvorsorge vermeiden können, wenn sie einige Vorkehrungen treffen. Zur spezifischen Beratung von Familien rund um Versicherung und Vorsorge bietet die Versicherungskammer Bayern aktuell einen speziellen Familien-Check.
„Die Elternzeit bringt kaum finanzielle Nachteile, solange sich die Eltern rechtzeitig auf die veränderte Lage einstellen“, sagt Barbara Schick, Vorstand Lebensversicherung. So wird die Auszeit vom Job in den meisten Fällen als „Kindererziehungszeit“ dem Rentenkonto gutgeschrieben. Dabei wird allerdings grundsätzlich zuerst die Mutter berücksichtigt. Sollte der Vater in Elternzeit gehen, muss er dies dem Versicherungsträger melden.

Kinderzulagen für die Riester-Rente
Bei der privaten Altersvorsorge winken jungen Familien staatliche Kinderzulagen für die Riester-Rente. Zusätzlich zur Grundzulage erhält der versicherte Elternteil 300 Euro für jedes ab dem 1. Januar 2008 geborene Kind. „Dazu müssen die Eltern aber eine bestimmte Mindestsumme einzahlen“, sagt Schick. „Diese liegt im ersten Jahr der Elternzeit bei vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, mindestens aber bei 60 Euro. Soweit im ersten Jahr keine eigenen Einkünfte erzielt wurden, reicht im zweiten Jahr ein Mindestbeitrag von 60 Euro aus.“
Wer in Elternzeit geht, kann Lohnersatzleistungen wie Kranken-, Mutterschafts- oder Elterngeld erhalten. Auch wenn somit in dieser Zeit kein tatsächlicher Lohn durch den Arbeitgeber gezahlt wird, kann die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung fortgesetzt werden. „Beiträge des Arbeitgebers in die betriebliche Altersversorgung können natürlich auch während der Elternzeit eingezahlt werden. Bei einer betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung hat der Arbeitnehmer während der Elternzeit sogar einen Rechtsanspruch auf die Einzahlung von eigenen Beiträgen“, weiß Schick von der Versicherungskammer Bayern.
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