Einsamkeit durch Hörprobleme

Gut zu hören ist ein Grundbedürfnis, aber keine Selbstverständlichkeit. (Foto: djd/Geers/thx)
"Nicht sehen trennt von Dingen, nicht hören von Menschen" - die Bedeutung dieses oft zitierten Kant-Zitats erfahren Personen, die unter einer eingeschränkten Hörfähigkeit leiden, tagtäglich am eigenen Leib.

Egal ob Firmenpräsentationen, Vereinssitzungen oder die gesellige Runde: Eine Grundvoraussetzung für kommunikatives Miteinander unter Menschen ist eine klare und deutliche Verständigung. Herrscht jedoch eine schlechte Raumakustik, werden Nebengespräche geführt oder Straßenlärm kommt hinzu, fällt es bereits Menschen mit intaktem Gehör schwer, alle Details der Kommunikation aufzunehmen. Für Hörgeschädigte bedeuten solche Störungen unüberwindbare Herausforderungen und meist einen damit verbundenen Rückzug aus dem sozialen Umfeld.

Betroffene warten meist zu lange
Mediziner warnen: Laut Statistiken suchen Betroffene oft erst Jahre nach Beginn einer Hörminderung nach Abhilfe. Ist der Gehörverfall weiter fortgeschritten, haben sich Alltagssituationen und soziale Folgen wie eine schleichende Vereinsamung meist schon verschärft. Negative Erlebnisse nagen am Selbstbewusstsein der Betroffenen.

Doch vielen ist das Hördefizit nicht ausreichend bewusst. Dabei können unkomplizierte und kostenlose Hörtests, etwa in einem Fachgeschäft eines kompetenten Spezialisten wie Geers Hörakustik, schnell Gewissheit bringen und ein passendes Hörgerät kann ausgewählt werden. Unter www.geers.de/hoertest kann man sich informieren.

Feine Nuancen wieder erkennen
Kommunikation findet nicht allein über Worte statt, auch der Sprachklang und die feinen Nuancen sind wichtig. Ironie, verhaltene Wut oder Enttäuschung lassen sich oft nur über den Ton der Nachricht festmachen. Mit guten Ohren kann man sogar wahrnehmen, ob ein Telefonpartner lächelt. Zudem haben die Ohren eine Wächterfunktion. Sie warnen an vielbefahrenen Straßen, leiten verdächtige Geräusche oder Hilferufe an das Gehirn weiter.

Auch nachts schlafen die Ohren nicht: Während die Augen geschlossen sind, stehen die Hörorgane auf Dauerbereitschaft, um Sicherheit zu gewährleisten. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1004329 lässt sich ein Hörtest inklusive Beratung vereinbaren.

Tipps für Angehörige
Beim Gespräch mit Schwerhörigen gilt es, sich ganz auf das Reden zu konzentrieren, Blickkontakt zu halten und Nebentätigkeiten zu vermeiden.

- Den Betroffenen mit Namen ansprechen und ihm Zeit lassen, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und sich einzuhören.

- Den Blick auf den Mund nicht mit eine Kaffeetasse, Zeitung oder anderem versperren - dann fällt das Lippenlesen leichter.

- Bei Verständigungsproblemen nicht die Stimme heben, lauter und schriller werden. Je höher die Tonlage und je hektischer die Aussprache, desto schwerer fällt das Verstehen.
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