Die Christophorus-Gesellschaft bietet jedes Jahr spannende FSJ-Stellen an

Auch die Schreinerei des Johann-Weber-Hauses, wo ehemals Wohnungslose und Strafentlassene leben, lernen Sara Reinhard und Jan Wilke während ihres FSJ bei der Christophorus-Gesellschaft kennen. (Foto: Günther Purlein)

Asien, Amerika, Australien - es gibt viele interessante Kontinente zu entdecken, viele interessante Länder. Sara Reinhard liebt es, zu reisen. Und sie taucht gern in neue Sprachen ein. „Ich könnte mir deshalb vorstellen, etwas mit Sprache und Kultur zu studieren“, sagt die 21-jährige Würzburgerin. Ob das wirklich etwas für sie ist oder ob ihre Talente doch ganz woanders liegen, möchte sie bei einem Freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) in der Christophorus-Gesellschaft herausfinden.

Die wenigsten Jugendlichen haben direkt nach der Schule schon einen festen Plan, was sie beruflich einmal machen möchten. Es gibt, wie bei Sara Reinhard, Interessen, die in eine bestimmte Richtung deuten. Doch vieles kennt man ja noch gar nicht. „Ich möchte ein Jahr lang etwas machen, womit ich bisher noch keinerlei Berührung hatte“, sagt die Englisch, Französisch und Spanisch sprechende Absolventin des Röntgen-Gymnasiums. Am 1. September startete sie in der Geschäftsstelle der ökumenischen Gesellschaft in ihr FSJ. Seitdem hat sie eine Menge Neues gelernt.

Sara Reinhard war bis dahin klar, dass es schwierig ist, eine günstige Wohnung zu mieten. Viele Studierende müssen sich die Hacken ablaufen, bis sie eine Bude finden. Doch die Wohnungsnot hat in Würzburg noch einmal eine ganz andere Dimension: „Wohnungslose und Strafentlassene stehen an allerletzter Stelle der Bewerber.“ Ein Problem, das die Beschäftigten der Christophorus-Gesellschaft umtreibt.

Auch Jan Wilke hat bisher nur einen groben Entwurf für sein weiteres Leben: „Ich möchte Betriebswirtschaftslehre studieren.“ Denn das Thema „Geld“ fasziniere ihn seit langem, sagt der 18-Jährige. In der Schule bekam er nur wenig mit, wie was in dem komplexen Gefüge, das sich „Wirtschaft“ nennt, zusammenhängt. Aber auch von anderen Facetten dieser Welt hat er bisher erst wenig Ahnung: „Deshalb wollte ich ein FSJ im sozialen Bereich machen.“ Nichts schlimmer, sagt der ehemalige Schüler des Wirsberg-Gymnasiums, als wenn ein BWL-Student, lebensunerfahren, irgendwann einmal auf einem Chefposten landet!

Während der vergangenen Wochen hat Jan Wilke erfahren, dass das Leben unerwartet Wendungen nehmen kann, die alles auf den Kopf stellen. „Das kann eine Krankheit sein, eine Scheidung oder Kündigung. Und schon schliddern die Menschen in Schulden hinein“, sagt er. Gerade, was er durch die Schuldenberatung der Christophorus-Gesellschaft erfährt, hat viel mit dem zu tun, wofür sich der junge Mann so brennend interessiert: Geld.
Ein immenser Druck lastet auf überschuldeten Menschen, hat Jan Wilke erfahren. Die Gläubiger lassen nicht locker. Doch wer einmal über einen gewissen Schuldenbetrag hinausgekommen ist, habe aufgrund der Zins- und Zinseszinsmechanismen kaum eine Chance, aus eigener Kraft wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

Ein FSJ abzuleisten, ist etwas ganz anderes als das Auswendiglernen in der Schule. Hier lernt man Seiten des Lebens kennen, die in keinem Schulbuch stehen, bestätigen Sara Reinhard und Jan Wilke. Während Schüler in der Schule ständig mit Fragen behelligt werden, erhalten Jugendliche im FSJ die Chance, selbst Fragen zu stellen und aus eigenem Antrieb Einblick zu gewinnen. „Wir können jederzeit fragen, wenn etwas unklar ist“, sagt Sara. Mehr Info: www.christophorus.com

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