Diabetes: Stoffwechselstörung mit verschiedenen Ursachen

Viel Bewegung und der Abbau von Übergewicht können den Verlauf von Diabetes mellitus Typ 2 günstig beeinflussen. (Foto: djd/Forum Zucker/thx)

Als Diabetes mellitus werden Stoffwechselstörungen bezeichnet, für die überhöhte Blutglukosewerte charakteristisch sind. Unterschieden werden die Hauptformen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. In Deutschland ist etwa jeder 13. Mensch an Diabetes erkrankt, davon sind zwischen 85 und 95 Prozent vom Typ 2 betroffen. Der umgangssprachliche Begriff "Zuckerkrankheit" für Diabetes führt allerdings zu falschen Assoziationen: Denn Zucker ist weder die Ursache für die Krankheit, noch muss er von den Patienten gemieden werden.

Veranlagung, Übergewicht und hohes Alter
Diabetes Typ 2 kann entstehen, wenn bei einer genetischen Disposition Übergewicht und/oder ein fortgeschrittenes Lebensalter als Auslösefaktoren hinzukommen. Seit einigen Jahrzehnten steigt die Zahl der Betroffenen aufgrund der Zunahme von Übergewicht und Adipositas deutlich an.

Während die Erkrankung in der Vergangenheit gerne auch als "Alterszucker" bezeichnet wurde, weil in erster Linie ältere Menschen darunter litten, tritt sie heutzutage auch zunehmend bei Jüngeren auf. Grund dafür ist, dass immer mehr Menschen schon in jungen Jahren stark übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen - beide Faktoren gelten als Hauptursachen von Diabetes Typ 2. Weitere interessante Informationen rund um die Stoffwechselkrankheit finden sich auf www.mitZucker.de.

Wichtige Ernährungsempfehlungen
Der Verzehr von Zucker hat per se keinen Einfluss auf die Entstehung von Diabetes Typ 2. Ein moderater Genuss ist daher unproblematisch. Wichtig für die Senkung des Diabetes-Risikos sind hingegen die Vermeidung von Übergewicht, der Verzicht auf Zigaretten, sowie eine ballaststoffreiche Ernährung und nicht zuletzt viel Bewegung.

Sollte eine Erkrankung bereits vorliegen, besteht nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften keine Notwendigkeit, auf Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten. Um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, wird dagegen in den meisten Fällen eine Gewichtsreduktion empfohlen.

Energiebilanz für Übergewicht entscheidend
Übergewicht ist in erster Linie eine Frage des Lebensstils: Die Menschen verbrauchen durch den Rückgang der körperlichen Aktivität immer weniger Kalorien. Gleichzeitig hat sich die Kalorienaufnahme durch Lebensmittel und die Menge der energieliefernden Nährstoffe Fett, Kohlenhydrate, Protein und Alkohol jedoch nur wenig verändert. Daraus ergibt sich eine positive Energiebilanz: Es werden weniger Kalorien verbraucht, als mit der Nahrung zugeführt. Übergewicht ist die Folge. (djd/pt)
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Dr. Helmut Strohmeier aus Würzburg Stadt | 11.11.2014 | 10:03   Melden
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