Baubegleitung sichert den Modernisierungserfolg

Energetische Modernisierungen sind förderfähig. Damit das Sanierungsziel erreicht wird und die Fördergelder sicher sind, empfiehlt es sich, zur Planung und Baubegleitung einen Energieberater hinzuzuziehen. (Foto: djd/Bauherren-Schutzbund)
Die vorhandene Bausubstanz und technische Gebäudeausrüstung machen es in einem bestehenden Bauwerk meist deutlich schwieriger, im Rahmen einer Modernisierung einen zeitgemäßen Energiestandard zu erreichen oder Kriterien für eine staatliche Förderung zu erfüllen. Standardlösungen wie im Neubau gibt es hier nur selten. Meist gilt es, mit Augenmaß präzise auf das Gebäude und die finanziellen Rahmenbedingungen abgestimmte Lösungen zu finden.

Energiestandard bestimmt Förderhöhe
"Unter dem Begriff ,Effizienzhaus' hat die KfW Förderbank die Standards zusammengefasst, die für Fördergelder ausschlaggebend sind", erläutert Dipl.-Ing. Ulrich Rühlmann, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und Fachingenieur für Energieeffizienz. Dabei wird das zu renovierende Gebäude mit einem Neubau-Referenzgebäude verglichen. Erreicht das Modernisierungsobjekt die gleichen Primärenergiebedarfswerte wie beim Referenzgebäude, spricht man von einem KfW-Effizienzhaus 100. Aktuell förderfähig sind die KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 70, 85, 100 und 115 sowie als Sonderfall das Effizienzhaus "Denkmal". Je kleiner die erreichte Zahl, desto höher kann die Förderung ausfallen. In geringerem Umfang können auch Fördergelder für Einzelmaßnahmen beansprucht werden, etwa für die Wärmedämmung von Wänden, Dächern und Kellerdecken, neue Fenster und Türen oder eine verbesserte Heizanlage.

Baubegleitung von Anfang an
Die solide Beratung durch einen Energieberater ist der erste Schritt zum Modernisierungserfolg. Ausgewiesene Fachleute mit einer Listung für die KfW-Programme gibt es beispielsweise unter www.energie-effizienz-experten.de. "Da die meisten Modernisierer baufachliche Laien sind, sollte man eine unabhängige Baubegleitung eines BSB-Bauherrenberaters von der Planung über die Modernisierungsarbeiten bis zur Bauabnahme in Anspruch nehmen", rät Ulrich Rühlmann. Adressen und weitere Informationen gibt es unter www.bsb-ev.de. Baufehler und Pannen, die das Sanierungsziel und damit die gewährten Fördergelder gefährden, lassen sich auf diese Weise vermeiden.

Geld vom Staat für Energieberatung
Im Rahmen des Förderprogramms "Vor-Ort-Beratung" gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Zuschüsse für eine umfassende Energieberatung. "Die Förderung kann und sollte der Energieberater selbst beantragen", rät Ulrich Rühlmann, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und Fachingenieur für Energieeffizienz. Der Energieberater stellt in der Regel auch die Anträge für die KfW-Förderprogramme. Info zur energetischen Modernisierung und anderen Themen rund ums Bauen und Modernisieren: www.bsb-ev.de
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