Abschied in aller Stille: Hinterbliebene müssen im Trauerfall nichts überstürzen

Hinterbliebene haben meist genug Zeit, sich angemessen zu verabschieden. (Foto: Aeternitas e.V.)
Nach einem Todesfall wähnen sich Hinterbliebene häufig unter Zeitdruck. Trotz der Trauer müssen sie zahlreiche Dinge entscheiden und organisieren. „Dennoch bleibt meistens genug Zeit, um sich angemessen zu verabschieden“, sagt Christoph Keldenich, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V. Verstorbene müssen erst nach 36 Stunden in einen Kühlraum überführt und deshalb nicht möglichst schnell vom Sterbeort abgeholt werden. Möglichst bald sollten Hinterbliebene jedoch stets einen Arzt rufen, der den Tod feststellt und eine Todesbescheinigung ausstellt.
Für alle Bundesländer gilt, dass Verstorbene frühestens 48 Stunden nach dem Eintritt des Todes begraben oder eingeäschert werden dürfen. „Anders als bei der Erdbestattung im Sarg wird bei der Feuerbestattung noch einmal zwischen Bestattung und Beisetzung unterschieden“, ergänzt Keldenich. Die eigentliche Bestattung des Verstorbenen – als „Übergabe an die Elemente“, in diesem Fall das Feuer – erfolgt bereits mit der Einäscherung. Die Beisetzung der Asche bzw. der Urne (zum Beispiel in einem Grab, einer Urnenwand, unter einem Baum, auf See usw.) steht dann noch aus. Dafür enthalten die Bestattungsgesetze zum Teil eigene Fristen, die ab der Einäscherung gelten.
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