Wie natürlich wohnen Sie? Künstliche Materialien belasten unsere Gesundheit

Luft ist unser wichtigstes „Lebensmittel“. Denn wir veratmen zehn Kilo Luft am Tag, brauchen aber nur zwei Kilo feste Nahrung und zwei Kilo Wasser täglich.
 
Karl-Heinz Ursprung Baubiologe und Gesundheitsberater

Von Karl-Heinz Ursprung Baubiologe und Gesundheitsberater

Wie natürlich ist ein Schafschurwollteppich, wenn er Flammschutzmittel und Weichmacher ausdünstet? Oder Kleber, Wandfarben und Lacke, die Kunstharzbindemittel und jede Menge weiterer künstlicher Stoffe enthalten?

Es gibt vermutlich hunderte künstliche Stoffe, die in Wohnungen unwissend verbaut werden. Deren Wirkung, insbesondere in ihrem Zusammenwirken, ist nur wenig erforscht. Über den Atem gelangen sie in unseren Körper, aber unser Immunsystem kennt sie nicht.
Wenn dem Körper etwas schadet, meldet er sich. Bei synthetischen Verbindungen tut er das nicht. Sie werden zum großen Teil im Körper eingelagert und viele führen mehr oder weniger langfristig zu einer allgemeinen Abgeschlagenheit oder beeinträchtigen das Denk- und Reaktionsvermögen und die Vitalität. Manche können chronische Krankheiten auslösen.

Dazu kommt, dass „Kunststoffe“ auf Oberflächen sich durch Luftbewegung elektrostatisch aufladen und die negativen Ionen der Luft entziehen. Warum sind negative Ionen wichtig? Sind Sie schon mal an einem Wasserfall gestanden und haben die Luft genussvoll eingeatmet und gespürt, wie belebend und erfrischend das war? Oder kennen Sie das bedrückende Gefühl im Kopf, wenn es „gewittrig“ ist und die Befreiung danach, wenn sich das Gewitter entladen hat? Die Luft an einem Wasserfall und nach einem reinigenden Gewitter ist angereichert mit vielen negativen Ionen. Wir brauchen Sie zum Leben. Sonst werden wir müde, unkonzentriert und leistungslos.

Oberflächen aus Kunststoff verbannen
Deshalb sollten Sie Kunststoff-Oberflächen Zug um Zug aus dem Wohnfeld verbannen. Auch deshalb, weil von Hunderttausenden künstlicher Verbindungen weniger als zehntausend wirklich untersucht sind. Und: Sie werden nur einzeln getestet. Grenzwerte berücksichtigen nicht, wie schädlich Stoffe in Kombination sind. Es ist bekannt, dass sich Wirkungen nicht nur summieren, sondern potenzieren können.

Um langfristig gesund in den eigenen vier Wänden zu leben, ist es wichtig zu wissen, mit welchen Stoffen man sich umgibt. Sie bestimmen die Qualität der Raumluft. Sie wissen ja: Luft ist unser wichtigstes „Lebensmittel“. Denn wir veratmen zehn Kilo Luft am Tag, brauchen aber nur zwei Kilo feste Nahrung und zwei Kilo Wasser täglich.
Wer hohen Wert auf die Natürlichkeit seiner Nahrung legt, hat die besten Chancen gesund zu bleiben. Beim Einkauf von Bodenbelägen, Farben und ihrer Einrichtung entscheiden Sie über die Qualität ihres allerwichtigsten Lebensmittels: über die Reinheit ihrer Atemluft.

Orientierung bieten z.B. die Euroblume, der Verband der biologischen Baustoffhändler, die Arbeitsgemeinschaft kontrolliert deklarierter Rohstoffe (Arge kdR), die ein entsprechendes Ampelsystem für Inhaltsstoffe entwickelt hat (www.positivlisten.info) oder die Deutsche Gesellschaft für Human- und Umwelttoxikologie (www.dguht.de). Im Baubiologischen Fachhandel vor Ort finden Sie einen kompetenten Partner für Ihre gesunde Wohnumgebung.

Kontakt: Karl-Heinz Ursprung, Baubiologe IBN und Gesundheitsberater GGB, Waldbüttelbrunn, www.ursprung-baubiologie.de
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