Weizen-Kracher im Tram-Museum: Starker Auftritt der Distelhäuser „Craftbiere“ auf der "Braukunst Live!"

Freude über einen gelungenen Auftritt bei der Braukunst live! (v.l.): Brauer und Bier-Sommelier Oliver Dietrich, Max Bauer, Braumeister und Geschäftsführer Roland Andre, Sommelier Mario Gimbel und Moritz Bauer.
„Ist er zu stark, bist Du zu schwach.“ Das sagen die Distelhäuser Braumeister über ihren Weizen-Eisbock mit dem Namen 26 o, der in sibirischer Kälte gereift ist und bärenstark schmecken soll (26 Grad P Stammwürze und 12,5 Prozent Alkohol). Eine „komplexe Aroma-Bombe mit intensiven Frucht- und Beerenaromen“, die die fachkundigen Besucher des Festivals Braukunst Live! 2014 im wahrsten Sinn des Wortes umwerfend fanden.
Erstmals hat die Distelhäuser Brauerei an diesem Fest der feinen Biere teilgenommen, das im Museum der Münchner Verkehrs-Gesellschaft (MVG) zwischen historischen Straßenbahnen, alten Werkbänken und einem ausgemusterten Fahrsimulator zelebriert wurde. Drei Tage lang trafen sich Braumeister, Sommeliers und Genießer aus aller Welt, um mehr als 800 verschiedene „Craftbiere“ zu probieren: 100 Brauereien schenkten an 85 Ständen ihre handwerklich gebrauten Biere aus.
„Craftbiere sind mutige Biere von innovativen und unabhängigen Brauern, die ein Bier als Ausdruck ihres eigenen Geschmacks kreieren, was sie schon immer einmal ausprobieren wollten“, erklärte Bierbotschafterin und Sommeliére Sylvia Kopp.

Bier ist in Deutschland wieder Kult
Die „Craftbrauer“, unter ihnen „junge Wilde“, aber ebenso mittelständische Traditionsbrauereien, sorgen dafür, dass Bier in Deutschland plötzlich wieder Kult ist. Es war eine breite und kreative Bewegung, die in München auf Tausende von Bierenthusiasten traf. Ein erstaunlich junges Publikum, darunter auch viele Frauen. Mehr als 8.000 Besucher drängten ins Trammuseum, um die neuen Biere mit ihren ausgeprägten Aromen zu testen.
Die Distelhäuser Braumeister sind gerade dabei, sich mit an die Spitze der Craftbier-Szene zu stellen. „Wenn man das englische Wort Craft (Handwerk) von seinem Sinn her interpretiert, dann sind wir eigentlich schon seit 200 Jahren Craftbrewer“, betonte Geschäftsführer Achim Kalweit. Die Distelhäuser setzen seit jeher auf traditionelle Brauverfahren und ausgewählte Rohstoffe vor allem aus der Region. „Aber wir experimentieren in unserer Brauwerkstatt auch mit neuen Zutaten und an neuen Bierstilen.“

Loch Ness und der glückliche Hopfen
Neben dem Distel Blond, das als erstes Craftbier vom ProBierClub, einer Vereinigung von über 6.000 Bierfreunden weltweit, zum Bier des Monats gewählt wurde, hatten die Braumeister gleich fünf neue Kreationen aus ihrer Brauwerkstatt mit nach München gebracht: Black Pearl Porter, Loch Ness Stout, Weizen-Kracher, 26-Grad-Weizen-Eisbock und Lucky Hop IPA (India Pale Ale) hießen die eigens für das Festival kreierten Craftbiere aus dem Taubertal, deren Namen ebenso eigenwillig waren wie ihr Geschmack und die beim Publikum bestens ankamen.
Leider wurden die „Craft-Biere“ nur in einer kleinen Festival-Auflage gebraut – und die ist längst ausgetrunken. Doch in zwei Jahren trifft man sich im Trambahnmuseum wieder zum nächsten Braukunst-Festival.
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