Erster Platz beim härtesten Biertest Europas fürs Distelhäuser Dinkel

V.l.: Gerhard Ilgenfritz (Präsident der Privaten Brauereien Bayern), Braumeister Robert Schlagbauer, Roland Andre (Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei), Dieter Dingeldein (Leiter Qualitätssicherung), Patrick Thomi (Betriebskontrolleur) und Renate Scheibner (Präsidentin des Verbandes Private Brauereien Deutschland)
Die Distelhäuser Brauerei hat beim European Beer Star Award 2014, dem härtesten Biertest Europas, mit seinem Dinkelbier den ersten Platz in seiner Sparte belegt und wurde dafür mit einer Goldmedaille auf der BrauBeviale in Nürnberg ausgezeichnet.

Bereits zum 11. Mal fand dieser Wettbewerb, den fast einhundert internationale Bierexperten jährlich in der Doemens Akademie in Gräfelfing ausloben, statt. Beim European Beer Star kommt es ausschließlich auf das besondere, das authentische Bier an. Ausgezeichnet werden Biere, welche die jeweiligen Sortenkriterien am besten erfüllen, sowie geschmacklich und qualitativ am meisten überzeugen. Die Konkurrenz beim European Beer Star Award war in diesem Jahr so groß wie nie zuvor – 1613 Biere aus 42 Ländern traten vor wenigen Tagen zum Wettstreit um den besten Geschmack an
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„Wir sehen diese erneute Auszeichnung des Dinkelbieres einmal mehr als Bestätigung unserer Philosophie und der Beständigkeit unseres Brauhandwerks“, begrüßte Roland Andre, Braumeister und Geschäftsführer der Distelhäuser Brauerei die Überreichung des Gold Awards. Bereits im Jahr 2011 hatte das Dinkelbier einen solchen Gold Award erhalten.

Erst seit 2007 wird in Distelhausen das Dinkelbier aus heimischem Urgetreide gebraut – eine echte Herausforderung an die Braukunst. Das obergärige Bier, rötlich in der Farbe, kräftig, süßlich und gehaltvoll im Geschmack ist eine anspruchsvolle Biersorte, die immer mehr Liebhaber gewinnt, aber bei der Distelhäuser Brauerei nur zeitlich begrenzt saisonal lieferbar ist. Dinkel ist eine Urform des heutigen Weizens; schon Hildegard von Bingen wusste Dinkel als das „beste Getreidekorn“ zu schätzen.

Als Grundstoff für das Bier wird Dinkel geerntet, gedroschen und vom Landwirt an die Mälzerei geliefert, die daraus Dinkelmalz herstellt. Doch anders als bei Weizen oder Gerste gibt es keinen speziellen Braudinkel, die gängigen Dinkelsorten enthalten relativ viel Eiweiß und quellfähige „Gummistoffe“ – das Bier, das beim Brauen entsteht, lässt sich daher nicht wie üblich filtern. Überschüssige Hefe und Trubstoffe müssen über eine Zentrifuge abgetrennt werden.

Seit fünf Generationen im Familienbesitz
Die Distelhäuser Brauerei existiert seit 1876 und ist bereits in der fünften Generation im Familienbesitz. Mit knapp 185.000 Hektolitern Jahresausstoß und 147 Mitarbeitern zählt die Distelhäuser Brauerei zu den Mittelständlern in der deutschen Brauwirtschaft. Derzeit werden in Distelhausen 17 verschiedene Biersorten nach alten Brauverfahren hergestellt. Mehr Info: www.distelhaeuser.de
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