Einbruchschutz lohnt sich doppelt

Einbruchshemmende Maßnahmen wie ein Sicherheitsglas und absperrbare Griffe halten Einbrecher draußen.

Staatliche Fördermittel für einbruchhemmende Maßnahmen nutzen

Durchschnittlich wird alle vier Minuten in Deutschland eingebrochen. Es lohnt sich also, rechtzeitig in Sicherheitsvorkehrungen zu investieren. Und dass es dafür sogar finanzielle Fördermittel vom Staat gibt, macht die Sache doppelt interessant. Wie die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) funktioniert und welche Einbruchschutzmaßnahmen sinnvoll sind, darüber informiert ein Baustoff-Experte der BayWa.

Einbruch in wenigen Sekunden
Einbrecher arbeiten unter Zeitdruck: Gelangen sie nach drei bis fünf Minuten nicht in ein Gebäude, geben sie meist auf. Daher versuchen Einbrecher es dort, wo es am einfachsten und schnellsten geht. Ungesicherte Fenster werden innerhalb von fünf Sekunden überwunden. „Ein guter Schutz sind daher alle mechanischen Sicherheitsmaßnahmen, die den Zeitaufwand des Täters erhöhen“ sagt Josef Umkehrer, Baustoff-Experte bei der BayWa.

Sicherheit zum Nachrüsten
Bei neuen Fenstern empfiehlt der Baustoff-Experte für die unteren Geschosse Fenster mit geprüfter Sicherheit. Förderfähig sind Fenster ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627. Aber auch bei bestehenden Fenstern lässt sich in puncto Sicherheit viel tun. „Absperrbare Fenstergriffe oder Zusatzbeschläge an der Scharnierseite des Fensters sichern das Haus zusätzlich vor Einbruch“, so Josef Umkehrer. „Sie ersetzen jedoch nicht ein ausgeklügeltes Verschlusssystem von Pilzzapfen und Sicherheitsschließstücken“. Auch Rollläden lassen sich nachrüsten, etwa mit einer Aufschiebesperre. Fenster in der Garage können durch einbruchhemmende Gitter gesichert werden.

Zuschuss aus dem Fördertopf
Finanzielle Förderung für Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Investitionssumme und liegt zwischen 50 und 1.500 Euro pro Wohneinheit.

Bei allen Maßnahmen sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen förderfähig. Wichtig ist, den Antrag zu stellen, bevor mit dem Nachrüsten begonnen wird. Die Maßnahmen müssen außerdem durch ein Fachunternehmen des Handwerks ausgeführt werden. Mehr zur KfW-Förderung und zum Kombiantrag unter www.kfw.de.

Unter www.baywa-baustoffe.de oder direkt beim nächsten Betrieb bietet die BayWa weitere Informationen für Bauherren, Hausbesitzer und Renovierer.
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