Der „Tree of Life“ oder die Totenasche im eigenen Garten

In Bremen tritt zum 1. Januar 2015 ein neues Bestattungsgesetz in Kraft: Danach darf die Asche eines Verstorbenen auch außerhalb eines Friedhofes verstreut werden. Wenn eine Person zu Lebzeiten schriftlich verfügt hat, wo ihre Asche beigesetzt werden soll, ist es legal, dies im eigenen Garten oder auf freigegebenen Flächen der Stadt zu tun. Um einem „Aschetourismus“ vorzubeugen, gilt dieses Recht nur für in Bremen oder Bremerhafen gemeldete Bürger.

Der Wunsch, den Verstorbenen nicht auf einem „normalen“ Friedhof zu begraben, ist bezeichnend für die heutige Zeit. Die hohe Mobilität zerstreut Familien, die Pflege eines Grabes braucht Zeit oder Geld. Nicht jeder ist bereit dies für die Ahnen aufzubringen.

In Nordrheinwestfahlen ist eine Verstreuung der Asche in der Natur eingeschränkt möglich, allerdings muss der Ort für alle frei zugänglich sein. Dies beinhaltet nicht umzäunte Privatgärten. So wird sichergestellt, dass auch der verstoßene Sohn oder die ungeliebte Schwiegermutter ungehindert die Beisetzungsstelle besuchen können.

Auch wenn die Kremierung allgemeiner Trend ist und immer mehr Menschen eine Möglichkeit zur Übergabe der Asche in die Natur wünschen, hat Bayern noch ein sehr striktes Bestattungsgesetz. Hier gibt es eine Beisetzungspflicht auf Friedhöfen: Ein Verstorbener oder seine Asche muss auf einem offiziell als Friedhof ausgewiesenen Gelände beigesetzt werden. Hierzu gehören auch die privaten Unternehmen FriedWald® und RuheForst®, beide bieten Urnen-Bestattungen in der Natur an.

Inzwischen bieten aber auch die örtlichen Friedhöfe sogenannte Baumbestattungen an. Dies meint das Begraben einer Urne nahe den Wurzeln eines Baumes innerhalb eines offiziellen Friedhofes. All diesen Naturbestattungen ist gemein, dass es keinen Pflegeaufwand der Grabstelle gibt.

Es gibt aber auch hier eine Möglichkeit das Andenken an einen Verstorbenen zu sich nach Hause zu holen. Bei Tree of Life® Baumbestattungen, in Würzburg und Umgebung exklusiv bei Welt-Bestattung.de, wird die Asche ins liberalere Ausland, z.B. in die Schweiz geschickt, um dort offiziell bestattet zu werden. Als Bestattung wird in der Schweiz auch jegliche Ausbringung der Asche in die Natur angesehen. Also wird dort in einer ausgesuchten Baumschule die Asche unter notarieller Aufsicht mit Erde und einem Pflanzgranulat vermischt und ein Baum darin angesetzt. Zur Auswahl stehen verschiedene Laub- und Nadelbäume, aber auch Weinreben.

Wenn dieser Baum ein halbes Jahr alt ist, sind sämtliche Aschereste von den Wurzeln absorbiert. Der Baum darf zurück nach Deutschland gebracht und im eigenen Garten eingepflanzt werden. Sollte keine Möglichkeit bestehen, den Baum im eigenen Garten zu setzen, bietet Welt-Bestattung an, den Baum im eigenen Wald in Röttingen oder im Nockgebirge in Österreich einzupflanzen.

Mehr als die Hälfte aller Bestattungen in Deutschland sind inzwischen Feuerbestattungen und der Trend zur Beisetzung in der Natur wird immer stärker. Nicht nur die entfallende Grabpflege, mehr noch die wiederkehrende Naturverbundenheit der Menschen ist Auslöser hierfür. So langsam dringt dieser Wunsch auch zum Gesetzgeber; bis auch Bayern den Bremer Weg geht, fließt aber noch viel Wasser den Main hinunter.

Info: Welt-Bestattung, Bronnbachergasse 14, 97070 Würzburg, Tel. (0931) 460 884 79.
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