„Der Arbeit Kreativität und Würde zurückgeben“: Erich Fromm-Preis an dm-Gründer Götz W. Werner

Prof. Götz W. Werner, Gründer der dm-Drogeriemärkte. (Foto: Alex Stiebritz)
Der Gründer der dm-Drogeriemärkte, Prof. Götz W. Werner, erhält am 23. März in Stuttgart den Erich Fromm-Preis für die von ihm geprägte Unternehmenskultur und für sein Engagement für ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“.

Den Menschen zum Maßstab wirtschaftlichen Handelns zu machen, schreiben sich die meisten Firmen auf ihre Fahnen. Götz Werner hat diesen Leitwert in seinem Unternehmen jedoch auf einzigartige Weise auch umgesetzt. Aus der Überzeugung heraus, dass der arbeitende Mensch nicht Mittel, sondern Zweck ist, hat er eine Arbeitsorganisation, Führungs- und Unternehmenskultur geschaffen, „die der Arbeit ihre kreativen Dimensionen und ihre menschliche Würde wieder zurückgibt“, so die Jury in ihrer Begründung.

Werner lässt sich in seinem unternehmerischen Handeln von einem Menschenbild leiten, das dem am Sein orientierten Menschen bei Erich Fromm entspricht. Für beide gilt: Das eigene Denken, Fühlen, Wollen und Entscheiden soll gerade in der Arbeit seinen Ausdruck finden. Für die Erwerbsarbeit müssen deshalb Eigeninitiative weckende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Mit dem bereits vor 60 Jahren von Erich Fromm konzipierten „garantierten Einkommen für alle“ wird Arbeit auch unabhängig von Erwerbsarbeit Ausdruck einer produktiven Lebensorientierung. Götz Werners Initiative zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ will dies einem jeden Menschen ermöglichen.

Die jährlich von der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft vergebene Auszeichnung ehrt mit dem Preis Menschen, „die Hervorragendes für den Erhalt oder die Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne Erich Fromms geleistet haben bzw. leisten.“

Die öffentliche Preisverleihung des mit zehntausend Euro dotierten Preises findet am 23. März, dem 115. Geburtstag von Erich Fromm, im Stuttgarter Neuen Schloss statt. Einlasskarten gibt es über die Fromm-Gesellschaft (www.fromm-gesellschaft.de). Bisherige Preisträger waren: Heribert Prantl und Hans Leyendecker, Eugen Drewermann und Konstantin Wecker, Jakob von Uexküll, Gerhart R. Baum, Noam Chomsky, Anne-Sophie Mutter, Georg Schramm, Gesine Schwan und Dirk Schümer.
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