Zwei Studien geplant: Kann Psychologie Schlaganfallpatienten helfen?

Kann ein spezielles Gehirntraining Schlaganfall-Patienten helfen, die sich nicht mehr richtig konzentrieren und nicht flüssig sprechen können? Das wollen Psychologen der Universität Würzburg unter Leitung von Prof. Andrea Kübler herausfinden. Sie suchen darum Teilnehmer für zwei Studien, bei denen mit Gehirn-Computer-Schnittstellen gearbeitet wird.

Dabei erfassen Elektroden auf dem Kopf die Gehirnströme und leiten sie an einen Computer weiter. Der erkennt anhand charakteristischer Muster, was die Versuchsperson am Rechner machen will. So lassen sich – allein mit der Kraft der Gedanken – Texte schreiben oder Bilder komponieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität.

Zum einen werden Patienten gesucht, deren Konzentrations- und Merkfähigkeit eingeschränkt ist, denen es zum Beispiel schwerfällt, längere Zeit einem Gespräch zu folgen. Sie sollen dazu bereit sein, 25 einstündige Sitzungen an einer Gehirn-Computer-Schnittstelle zu absolvieren. Für die zweite Studie suchen die Psychologen Patienten, die nach einem Schlaganfall an motorischer Aphasie leiden – also Patienten, die nicht mehr flüssig sprechen können, obwohl sie wissen, was sie sagen wollen. Für sie sind 15 einstündige Sitzungen vorgesehen.

Vorkenntnisse mit Computern sind für die Untersuchungen nicht nötig. Alle Teilnehmer müssen aber so mobil sein, dass sie ans Institut für Psychologie in die Marcusstraße 9-11 kommen können. Interessierte sollen sich bei Dr. Sonja Kleih melden, um mehr Informationen zu bekommen und um Termine zu vereinbaren: T (0931) 31-86981 (Aufmerksamkeitsstörungen) oder 31-80918 (motorische Aphasie), E-Mail jeweils sonja.kleih@uni-wuerzburg.de. Auf dem Anrufbeantworter kann eine Nachricht hinterlassen werden, die Wissenschaftlerin ruft dann schnellstmöglich zurück.
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