Zoff beim Verschönerungsverein

Willi Dürrnagel, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Würzburg.

VVW-Vizevorsitzender Joachim G. Raftopoulo legt Amt nieder. Dürrnagel: Differenzen bestanden schon länger

Wegen „unüberbrückbarer persönlicher Differenzen mit dem 1. Vorsitzenden Willi Dürrnagel“ ist der 2. Vorsitzende des Verschönerungsvereins Würzburg (VVW), Joachim G.  Raftopoulo, von seinem Amt zurückgetreten. Ein entsprechendes Schreiben habe die Vorstandschaft des Verschönerungsvereins Würzburg e.V. in dieser Woche erhalten.
Der Restvorstand mit den Mitgliedern Friedrich Sünderhauf (3. Vorsitzender), Florian Jung (Vermögensverwalter) und die Schriftführerin Viviane Bogumil hätten den Rücktritt zur Kenntnis genommen „und respektieren die Entscheidung von Herrn Raftopoulo“. Herr Raftopoulo habe seinen Rücktritt bereits zu Beginn einer Vorstandssitzung am 10. April mündlich erklärt und nicht mehr an der Sitzung teilgenommen. Willi Dürrnagel bestätigte auf Anfrage zudem, die „unüberbrückbaren Differenzen“ bestünden seit längerem.
Das zurückgetretene Vorstandsmitglied ist im Jahr 2000 erstmals in das Amt gewählt worden und war zuständig für die Grünanlagen des Vereins. Der VVW, unter dem Namen „Verschönerungsverein für Würzburg und Umgebung“ im Jahr 1874 auf Initiative von Johann Michael Seuffert gegründet, hat bis heute laut Vereinssatzung den Zweck, "Anregung, Förderung und Durchführung solcher Unternehmungen, welche geeignet sind, zur Verschönerung der Stadt Würzburg beizutragen, und insbesondere die landschaftlichen Vorzüge ihrer Umgebung immer mehr zur Geltung zu bringen."

Waldhaus im Steinbachtal
Aktuell in der Diskussion steht beim VVW eine Neuorientierung für das „Waldhaus“ im Steinbachtal. Vor einem Jahr kündigten die Kneippwerke an, heuer den Standort Steinbachtal nach über 50 Jahre Nutzung im Zuge der Umstrukturierung des Unternehmens zu verlassen, was nun zum 1.April geschehen ist. Schon kurz nach Bekanntwerden dieses Schrittes gab es im vergangenen Jahr schon erste Gespräche über die weitere Verwertung. Lange Zeit sah es danach aus, als ob die Universität mit dem „Waldhaus“ für die Nutzung als Gästehaus mit Tagungsräumen liebäugele. Das, so VVW-Vorsitzender Dürrnagel, sei nun definitiv nicht zustande gekommen. Insoweit sei der Verein jetzt auf der Suche nach einem neuen Nutzer,  was schon deshalb schwierig ist, weil eine Wohnnutzung nicht erlaubt sei. Der Verein bevorzuge eine langfristige Vermietung, ein Verkauf könne aber unter Umständen auch in Frage kommen. Das „Waldhaus“ muss total saniert werden. Es steht unter Denkmalschutz.
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