Würzburger Erinnerungen an den Papst

Papst Benedikt XVI. freute sich im Oktober 2007 sichtlich über das Wiedersehen mit dem Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann. Foto pow/ Osservatore Romano

Benedikt XVI tritt am 26. Februar zurück - Dankgottesdienst im Kiliansdom

Am 26. Februar tritt Papst Benedikt XVI zurück. Der Verzicht des Papstes auf sein Amt hat die Katholiken weltweit überrascht und berührt. Das gilt ganz besonders auch für diejenigen Menschen aus der Region, die dem Papst persönlich begegnet sind. Mit einem Pontifikalgottesdienst am Donnerstag ab 17.30 Uhr im Kiliansdom verabschiedet sich die Diözese Würzburg vom scheidenden Papst.
Bischof Hofmann zelebriert die Feier, zu der die Katholiken aus dem ganzen Bistum eingeladen sind. „Die größte Zeit meines bischöflichen Wirkens in Würzburg durfte ich unter seinem Pontifikat verbringen. Seine zahlreichen Veröffentlichungen und die vielen persönlichen Begegnungen haben mich zutiefst geprägt", sagt Bischof Hofmann über den Papst. Eingeladen zum Dankgottesdienst sind besonders die Seelsorger sowie die Mitglieder der kirchlichen Gremien. Im Gottesdienst werden Gedenkbildchen verteilt, auf denen ein von Bischof Hofmann verfasstes Gebet für Papst Benedikt XVI. abgedruckt ist.

Begegnungen mit Benedikt XVI.
Das Bistum Würzburg fühlt sich mit dem deutschen Papst in besonderer Weise verbunden. Eine große letzte Begegnung gab es bei der Aufführung der Kirchenoper „Augustinus - ein klingendes Mosaik“ vor Benedikt XVI. im Innenhof der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo im letzten September. Aufgeführt wurde das Werk von der Würzburger Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Professor Martin Berger. Die Oper war ein nachträgliches Geschenk des Bistums Würzburg zum 85. Geburtstag des Papstes.
Bereits vorher, nur wenige Monate nach seiner Wahl zum Papst, trafen zahlreiche Jugendliche aus dem Bistum Benedikt XVI. bei dessen „Heimspiel“ auf dem Weltjugendtag 2005 in Köln. Ebenfalls sehr nahe am Papst waren Domkapellmeister Martin Berger und 25 Sängerinnen und Sänger der Würzburger Dommusik, die den Abschlussgottesdienst auf dem Marienfeld musikalisch gestalteten. Auch an den Weltjugendtagen in Sydney im Jahr 2008 und in Madrid 2011 nahmen zahlreiche Jugendliche aus dem Bistum Würzburg teil und begegneten dem Papst.
Im August 2010 nahmen 2.000 Ministranten aus dem Bistum Würzburg an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teil und waren begeistert, Papst Benedikt XVI. einmal persönlich erleben zu können. 2006 durften bei der Ministrantenwallfahrt 100 der insgesamt 1.800 Ministranten aus dem Bistum Würzburg bei der Generalaudienz sogar ganz vorne neben der Papsttribüne sitzen. Eine ähnlich große Zahl an Gläubigen aus dem Bistum Würzburg sah den Papst bei dessen Besuch im Bistum Erfurt im September 2011. Mehr als 1.200 Unterfranken reisten am 24. September mit den Bussen der Diözesanbüros in die thüringische Landeshauptstadt, um mit Benedikt XVI. auf dem Domplatz eine Messe zu feiern. Anlässlich des Papstbesuchs in Bayern 2006 fuhren rund 730 Pilger aus dem Bistum Würzburg mit dem Pilgerzug nach München-Riem, um mit dem Papst eine Messe zu feiern. Die Strapazen der Fahrt kommentierte eine Pilgerin lapidar: "Wann werden wir schon einmal wieder einen deutschen Papst haben?"
In Würzburg selbst weilte Joseph Ratzinger, langjähriger Präfekt der Glaubenskongregation, zuletzt bei der 400-Jahr-Feier des Priesterseminars 1989.
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