Wo Frust in Erfolg verwandelt wird: Holt Würzburger Don Bosco Berufsschule den Deutschen Schulpreis?

Zwanzig Schulen aus ganz Deutschland dürfen sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2015 machen: Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat sie auf der Basis von umfangreichen Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Auch Würzburg ist mit der „Don Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung“ bei dem Wettbewerb vertreten.
 
Zwanzig Schulen aus ganz Deutschland dürfen sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2015 machen: Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat sie auf der Basis von umfangreichen Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Auch Würzburg ist mit der „Don Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung“ bei dem Wettbewerb vertreten.
Zwanzig Schulen aus ganz Deutschland dürfen sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2015 machen: Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat sie auf der Basis von umfangreichen Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Auch Würzburg ist mit der „Don Bosco Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung“ bei dem Wettbewerb vertreten.

In den kommenden Wochen reisen Juryteams durchs Land, um die TOP 20 Schulen zu besuchen und zu begutachten. Dazu werden Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern, in Berufsschulen mit dem Schulbeirat geführt, Unterrichtseinheiten und Projekte besucht. Im Anschluss nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2015.

Die nominierten Schulen nehmen an der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10. Juni in Berlin teil. Dann entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren Preisträger zusammen nochmals insgesamt 143.000 Euro. Damit ist der Deutsche Schulpreis der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland. Viele Schulen haben jahrelang an ihrer Qualität gearbeitet, um sich darauf vorzubereiten.

Erfolge trotz hoher Barrieren
Es gibt sie überall, die jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die in Schule und Ausbildung Misserfolge erleben, aber dennoch nicht aufgeben: „In der Don-Bosco-Schule in Würzburg, einem von der Caritas gGmbH getragenen Beratungszentrum und einer Berufsschule, wird das Selbstvertrauen solch junger Menschen mit sehr verschiedenen Unterstützungsbedürfnissen dadurch wieder aufgebaut und gestärkt, dass man ihnen ganz individuelle Wege in die berufliche Qualifizierung und Ausbildung und schließlich auf den Arbeitsmarkt ebnet“, würdigte Prof. em. Dr. Gotthilf Gerhard Hiller, Pädagogischer Experte der Robert-Bosch-Stiftung, 2011 das Engagement der Schule. Die Erfolgsquote konnte und kann sich sehen lassen: Um die 80 Prozent der Schüler schließen derzeit als Fachpraktiker oder mit einem Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief ihre Ausbildung ab.

Wie erklärt sich die außergewöhnlich positive Leistungsbilanz dieser Schule? „Eine engagierte und konzeptionell starke Schulleitung und ein nicht minder starkes, gleichermaßen einfallsreiches wie pragmatisch zupackendes Kollegium hält ein hochprofessionell realisiertes Gefüge von Angeboten und Programmen vor und entwickelt diese ständig weiter“, so Prof. Hiller.
Die logische Konsequenz: Nach 2011 steht die Don-Bosco-Schule zum zweiten Mal in der „Finalrunde“ der besten 20 Schulen – und diesmal will man es ganz nach oben schaffen.

Qualität an deutschen Schulen
Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Medienpartner sind der stern und die ARD. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.500 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannt.

Neben dem Wettbewerb hat sich der Deutsche Schulpreis inzwischen zu einer Bewegung guter Schulen entwickelt. Die ausgezeichneten Schulen geben in Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen ihre Erfahrungen und Ideen an andere Schulen weiter. Allein im vergangenen Jahr haben mehr als 1.200 Vertreter von Schulen an Veranstaltungen des Deutschen Schulpreises teilgenommen. Der Erfolg spricht für sich: Die Formate haben bei vielen Schulen Entwicklungsprozesse angestoßen und gelten als beispielhaft für einen gelingenden Transfer guter Schulpraxis. Mehr Info: www.deutscher-schulpreis.de
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