VW Skandal tötet kroatische Straßenkatzen

  Nur aus Tierschutz Gründen habe ich mir privat 2014 einen gebrauchten VW Caddy Maxi Diesel (Baujahr 2011 für 17.000 Euro) gekauft. Privat bräuchte ich ein so großes Fahrzeug nicht. Dieses Auto konnte ich auch nur kaufen, weil mir Freunde ein Privatdarlehn gegeben haben.

Im Januar bekam ich ein Schreiben von VW, dass ich einen Termin zum Nachrüsten ausmachen müsste. Diesen bin ich auch arglos gefolgt und das Fahrzeug wurde Ende Januar umgerüstet. Am 04.03. startet ich mit einer Tierschutzkollegin mit dem Fahrzeug zu einer Tierschutzfahrt (Katzen zur Kastration in Sibenik, Zadar und Pag; Kroatien) einzufangen. Leider sind wir nicht vermögend, sondern normale Arbeitnehmer und müssen uns dafür Urlaub nehmen.

Leider kam ich nur bis Karlovac. Dort musste ich von der Autobahn abgeschleppt werden. Das Auto wurde in einer VW Werkstatt repariert. Kosten insgesamt ca. 2000 Euro und drei Tage unfreiwilliger Aufenthalt in Karlovac. Somit konnte ich ca. 100 Straßenkatzen nicht zur Kastration einfangen. Auf dem Heimweg hatte ich reservierte Tiere (Katzen und Hunde die ausreisefertig waren dabei).Es war eine angemeldete Fahrt mit Traces. (Als Traces bezeichnet man das Datenbanksystem, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der der EU überwacht wird. Unsere Tiere reisen geimpft, gechipt, entwurmt und besitzen einen EU-Pass).
In Straubing leuchtete wieder die Katalysatorwarnlampe auf. Diesmal hatte das Auto wenigstens kaum Leistungsabfall und ich konnte bis Würzburg weiterfahren. Hier organisierten wir ein Ersatzfahrzeug, welches die Tiere weiter z.B. auf ihre End- oder Pflegestelle brachte. Ich fuhr mein Auto gleich in eine VW Werkstatt. Kostenvoranschlag 1.700 Euro. Hier wurde mein Caddy dann auf Kulanz repariert. Dank der Umrüstung durch VW (war ich nicht einsatzfähig) konnte die reservierten Termine bei den Tierärzten nicht wahrnehmen. So konnten ca. 100 Straßenkatzen nicht einfangen, kastriert werden. D.h. Diese werden in den Nächsten Wochen wieder Babys bekommen. Weibliche Katze ca. 4-6 Babys. Jetzt rechnen Sie mal 50 x 4 oder 6, das heißt wir müssen bei der nächsten Kastraktionaktion über 200 Tiere mehr einfangen und die Kosten der Kastration bezahlen. Sicher ist Ihnen bekannt, dass im Tierschutz das Geld sehr knapp ist. Von dem Leid der Tiere ganz zu schweigen.

Es ist bekannt, dass viele VW Besitzer nach dem Umrüsten Probleme haben und die Autos nach ca. 3 Wochen (oder ca. 2000 km) die Filter verstopft sind. Leider habe ich das erst in Kroatien erfahren. Privat habe ich bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Aber den Tieren hilft das alles nicht. Wir bräuchten das Auto dringend für weitere Rettungsfahrten nach Kroatien. Aktuell traut sich keiner mit dem Auto nach Kroatien zu fahren. Wenn er in Deutschland wieder liegen bleibt ist das nicht so schlimm. Aber im Ausland mit Tieren im Auto wäre das eine Katastrophe. Jetzt müssen wir uns ständig ein anderes Auto mieten, dabei ist im Tierschutz eh immer zu wenig Geld vorhanden. Gerne stehe ich für weitere Auskünfte/Bilder zur Verfügung. Tel. 0160 91 567753
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