Viren gegen Tumorzellen

Zonta-Preisträgerin Stephanie Weibel (l.) mit der Clubpräsidentin Jutta Schuster. Foto Zonta-Club

Zonta-Preis für Biologin Dr. Stephanie Weibel

Frauen und Naturwissenschaften passen zusammen: Das belegt Dr. Stephanie Weibel ganz eindrucksvoll. Die mehrfach ausgezeichnete Biologin und zweifache Mutter bekam jetzt den Preis des Zonta-Clubs Würzburg verliehen.
Stephanie Weibel (35) stammt aus Ravensburg. Als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte sie Chemie und Biologie an der Universität Würzburg. 2008 beendete sie ihre mit „ausgezeichnet“ bewertete Doktorarbeit in der Mikrobiologie; seitdem forscht sie am Biozentrum: Es geht um den Einsatz lebender Mikroben in der Krebstherapie.
2007 wurde Weibel in San Diego (USA) für ihre Forschung mit dem „Genelux Corporation Science Award“ geehrt. 2008 folgte aus Würzburg der Biocenter Science Award. 2009 und 2012 unterbrach sie ihre Arbeit für jeweils rund ein Jahr, um ihre Kinder Moritz und Elisa zu betreuen.
In der Forschung verfolgt die Biologin eine viel versprechende Strategie: Das Vaccinia-Virus, das viele Jahre als Impfstoff gegen Pocken im Einsatz war, soll nun gegen Tumoren verwendet werden. Das Virus wird dabei so verändert, dass es im Körper gezielt in die Tumoren wandert, sich dort stark vermehrt, die Krebszellen tötet und zusätzlich das Immunsystem aktiviert. Dieser Therapieansatz hat nur äußerst geringe Nebenwirkungen und wird bereits in ersten klinischen Studien geprüft.
Für ihre Forschung wurde Weibel jetzt bei einem Festakt im Kulturzentrum „Shalom Europa“ in Würzburg mit dem Zonta-Preis 2013 geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert. Der Zonta-Club Würzburg, ein Frauennetzwerk, verleiht sie seit 1995 in Kooperation mit dem Frauenbüro der Universität jährlich für besondere Leistungen von Frauen in den Naturwissenschaften.
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