Viele Babys, aber kein Babyboom

An der Würzburger Universitätsfrauenklinik wurden im vergangenen Jahr 1805 Kinder geboren – zum Beispiel diese. Bild Universitätsfrauenklinik Würzburg

Geburtenrekord an der Würzburger Unifrauenklinik

Im Jahr 2012 gab es am Würzburger Universitätsklinikum 1.731 Entbindungen – ein neuer Höchstwert! Die Universitätsfrauenklinik ist damit die größte Geburtsklinik in Unterfranken.
Insgesamt kamen im letzten Jahr 1.805 Babys in der Unifrauenklinik zur Welt. „Damit liegen wir über den Zahlen des Baby-Booms der 1960er Jahre“, sagt Prof. Johannes Dietl, Direktor der Frauenklinik. Das neue Rekordergebnis setzt einen langjährigen Aufwärtstrend fort: Mit Ausnahme einer kleinen „Wachstumsdelle“ im Jahr 2004 nutzen seit 1999 in jedem Jahr mehr Eltern das UKW als Geburtskrankenhaus für ihre Kinder. Zwischen 2011 und 2012 wurde ein Plus von rund sieben Prozent erzielt. Damit liegt die Würzburger Klinik weit über dem Bundesschnitt: Zwar zeichnet sich nach den aktuell verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2012 auch deutschlandweit nach Jahren des Sinkflugs wieder ein leichter Anstieg der Geburtenzahlen ab - dieser dürfte aber nicht über drei Prozent hinausgehen.

Weniger Geburtskliniken in der Region
Die Ursache für den überproportionalen Zuwachs an der Würzburger Frauenklinik sieht Prof. Dietl als Ergebnis der kontinuierlichen Leistungsverbesserungen in seiner Einrichtung – und in Verschiebungen der regionalen Kliniklandschaft. So schlossen einige Kliniken in der Region ihre Geburtsstationen – oft auch aus finanziellen Gründen. Die Unifrauenklinik profitiert davon. Allerdings wurde auch unabhängig davon die Attraktivität des Würzburger Hauses gesteigert: „Allein im vergangenen Jahr haben wir erneut 1,8 Millionen Euro in Modernisierungsarbeiten investiert“, so der Klinikdirektor. Hinzu komme ein hohes Service-Niveau. „Die Hebammen, Schwestern und Ärzte tragen durch ihre positive Arbeitseinstellung und ihr hohes Engagement zum guten Ergebnis bei, was von vielen Patientinnen auch wahrgenommen wird.“
Einer der großen Vorteile der Würzburger Universitätsfrauenklinik sei die umfassende Betreuung der Schwangeren während und nach der Geburt. Möglich werde dies unter anderem durch die Schülerinnen der Hebammenschule am UKW. Neben den Hebammen und Ärzten begleiten sie die Frauen unter der Geburt. Angeschlossen an die Wochenbettstationen verfügt die Würzburger Frauenklinik außerdem über ein separates Kinderzimmer. Dieses ist rund um die Uhr mit Kinderkrankenschwestern besetzt, so dass die Wöchnerinnen ihr Kind im Bedarfsfall im Kinderzimmer umsorgen lassen können.
Ein weiterer Pluspunkt für werdende Eltern ist die enge Kooperation von Frauenklinik und Kinderklinik am UKW. Beispielsweise werden Kinder, die vor dem errechneten Termin zur Welt kommen, direkt vor Ort durch speziell geschulte Kinderärzte und auf Frühgeborene spezialisierte Krankenschwestern versorgt. Tür an Tür zum Kreißsaal liegt eine täglich 24 Stunden fachärztlich besetzte Intensivstation für Früh- und Neugeborene.

Umfangreiche Bildergalerie online
Wer den aktuellen Nachwuchs betrachten möchte, dem sei die Internet-Baby-Galerie der Frauenklinik unter www.frauenklinik.uni-wuerzburg.de empfohlen. Hier werden (selbstverständlich mit Einwilligung der Eltern) Fotos und Daten der Kinder veröffentlicht, die in letzter Zeit an der Klinik geboren wurden.

Beliebteste Kindernamen 2012
Von den 841 an der Uni-Frauenklinik im Jahr 2012 geborenen Mädchen erhielten 24 den Namen Anna. Auf diese Spitzenreiterin der Namenstatistik folgen Emma, Mia, Marie, Amelie, Hannah, Sophie, Emilia, Ida und Lena. Bei den Jungen führt Ben die Hitliste an (22 mal vergeben), gefolgt von Lukas, Julian, Maximilian, Paul, David, Felix, Jonas, Emil und Jakob. Mut zu ausgefalleneren Namen für ihre Kinder bewiesen zum Beispiel die Eltern von Anouk, Aurora, Bledian, Blerona, Can, Destiny, Laurensmus, Leeloo, Manjana, Marlon-Nesta, Nevada und Nox.
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