Unsere Kunden sind „Unternehmen mit Herz“: primaSonntag-Spendenaktion für Streetwork Würzburg, die Kindertafel und das Tierheim

Pausenbrote belegen im Akkord: Das primaSonntag-Team hilft bei der Würzburger Kindertafel aus. Unsere „Unternehmer mit Herz“ haben 1.000 Euro für Lebensmittel gesammelt.
 
Pausenbrote belegen im Akkord: Das primaSonntag-Team hilft bei der Würzburger Kindertafel aus. Unsere „Unternehmer mit Herz“ haben 1.000 Euro für Lebensmittel gesammelt.
 
„Kundengespräch“ auf dem Bahnhofsplatz: Stefan Müller und Sarah Pletschacher von Streetwork Würzburg im Gespräch mit jungen Klienten.
Eine Werbeanzeige in primaSonntag, das sei ganz unbescheiden gesagt, ist gleich zweimal ein Gewinn – für die Unternehmen der Region, die auf ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen, und natürlich für die Leser, die von den Angeboten unserer Werbekunden profitieren.

Doch dank der primaSonntag-Aktion „Unternehmen mit Herz“ sind Anzeigen in unserer Zeitung sogar dreifach gut: Denn vom Verkaufserlös jeder Anzeige, die zu dieser Aktion in primaSonntag erschien, gingen zehn Euro an einen guten Zweck. Wer das Geld bekommen soll, konnten unsere Werbekunden entscheiden. Und so dürfen wir jetzt ein stolzes Ergebnis vermelden: Gut 1.000 Euro wurden für die Würzburger Kindertafel gesammelt; für die Streetworker am Hauptbahnhof kamen 300 Euro zusammen, und für den Würzburger Tierschutzverein spenden die Werbetreibenden 200 Euro.

Gesund essen, besser lernen
Bedürftigen Kindern ein gesundes Pausenbrot liefern: Das ist die Aufgabe der Würzburger Kindertafel. Deswegen streichen ehrenamtliche Mitarbeiter jeden Morgen bergeweise gesunde Pausenbrote und bringen diese in die Würzburger Schulen. Die komplette Finanzierung der Kindertafel beruht auf Spenden.
Viel zu viele Schulkinder bekommen nur unzureichendes Pausenbrot, manche kriegen gar nichts in den Ranzen gepackt. Die Gründe sind die zunehmende Armut in Deutschland, schleichende Verwahrlosung in den Familien sowie Hektik und Stress im Alltag.

Doch ein gesundes Frühstück ist die Basis für Konzentration und Spaß am Lernen. „Durch unsere Schulbrote stärken wir die Kinder, weil mit knurrendem Magen Lernen keinen Spaß macht“, sagt die Kindertafel-Mitbegründerin und Vorsitzende Ute Kremen. „Und unsere Arbeit ist erfolgreich: Im Schnitt verbesserten sich die Kinder um eine halbe Schulnote. Das ist unsere Motivation und bestärkt uns in unserer Arbeit.“

Die Zahl der benötigten Schulbrote wird von den Lehrern ermittelt und der Kindertafel mitgeteilt. Somit bleiben die Kinder anonym. Schulen, die noch nicht mit der Kindertafel zusammenarbeiten, können sich jederzeit an die Organisation wenden.

Einkaufen im großen Stil
Von den gespendeten 1.000 Euro kauften Mitarbeiter von primaSonntag jede Menge Lebensmittel für die Kindertafel ein. Dann wurden die Ärmel hochgekrempelt, die Buttermesser geschwungen und im Akkord Pausenbrote belegt. Für frisches Obst und die eine oder andere süße Überraschung hat das Geld auch gereicht. Wer beim Broteschmieren assistieren will, ist bei der Kindertafel immer willkommen. Dringend gesucht werden Fahrer, die beim Ausfahren der Pausenbrote behilflich sind!

Würzburger Kindertafel
Kontakt: Würzburger Kindertafel e.V., Am Rubenland 16, 97084 Würzburg, Tel. (0931) 35 93 39 33, Mobil 0170 7 93 83 16 oder 0160 7 17 79 41, E-Mail info@wuerzburger-kindertafel.de, Internet www.wuerzburger-kindertafel.de
Spendenkonto bei der Hypo-Vereinsbank Würzburg, IBAN: DE25 7902 0076 0018 8631 11, BIC: HYVEDEMM455, Stichwort Würzburger Kindertafel


Der Traum von Job und Wohnung
Sie sind jung, meist männlich, fast immer verschuldet, oft ohne Schulabschluss, Ausbildung und festen Wohnsitz, haben keinen Kontakt zur Familie – und alle sind sie irgendwann aus dem gesellschaftlichen Rahmen gefallen: Etwa 40 bis 60 „Klienten“ betreuen der Diplom-Pädagoge Stefan Müller und das Team von Streetwork Würzburg. Die meisten treffen die Streetworker auf dem Bahnhofsplatz bei ihrer täglichen Sprechstunde von 16 bis 18 Uhr.

„Unser erstes Ziel ist, die Leute davor zu bewahren, noch weiter abzurutschen“, sagt Müller. Deshalb stehen die Streetworker den Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Gesprächspartner, Berater, Krisenmanager, Vermittler und Kontakt-Hersteller zur Verfügung. Letztendlich sollen die „Klienten“ ihr Leben auf die Reihe kriegen – und genau das wollen die allermeisten auch. „Fast alle, mit denen wir reden, träumen von einem ganz normalen Leben mit Job, Wohnung und Lebenspartner. Viele haben diese Normalität aber nie kennen gelernt“, so Müller. Trifft er bei seiner Arbeit nicht häufig auch auf Kids mit Kein-Bock-auf-garnichts-Mentalität? „Die gibt es fast gar nicht.“

Auftanken im Underground
Eine feste Anlaufstelle für junge Menschen von 14 bis 27 Jahren ist das „Underground“ am Bahnhofplatz. Jeden Tag kommt ein gutes Dutzend junger Leute, um zu duschen, Wäsche zu waschen, Essen zu kochen, am Computer E-Mails zu checken, zum Bewerbungsschreiben oder zur Wohnungssuche. Oder einfach zum Quatschen. Für Besucher ohne festen Wohnsitz dient die Anlaufstelle auch als Postadresse. Montags bis freitags von 14 bis 16 Uhr hat das „Underground“ geöffnet, samstags von 13 bis 15 Uhr.

Wer die Arbeit der Streetworker unterstützen möchte, hat viele Möglichkeiten: Zum einen freut man sich im „Underground“ immer über Sachspenden wie Grundnahrungsmittel, Kaffee, Hygieneartikel, Unterwäsche, Socken oder einfache T-Shirts. Dank der Spende der „Unternehmer mit Herz“ konnte primaSonntag hier einen kleinen Beitrag leisten. Auch neue ehrenamtliche Streetworker werden immer gebraucht, gerne auch ältere, aufgeschlossene Menschen mit viel Lebenserfahrung.

Unterstützung für die Streetworker
Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe – STREETWORK - Lindleinstraße 7, 97080 Würzburg, Tel. (0931) 4 65 28 43, www.streetwork-wuerzburg.de
Anlaufstelle Underground: Bahnhofsplatz 4, 97070 Würzburg, Tel. (0931) 4 65 27 85.
Spendenkonto: Diakonisches Werk Würzburg, HypoVereinsbank WÜ, IBAN DE73 79020076 000 1112023, BIC HYVEDEMM455, Stichwort: Streetwork


Das Tierheim am Elferweg
Anno 1878 wurde der Würzburger Tierschutzverein von „einigen hochwohllöblichen Herren“, wie es damals hieß, gegründet. Seit über 60 Jahren werden im Tierheim am Elferweg ausgesetzte und weggegebene Haustiere versorgt. Hier verfügt der Verein über drei Hundehäuser, ein zweistöckiges Katzenhaus, ein Kleintierhaus, eine Quarantäne- und eine Krankenstation, ein Becken für Wasservögel, zahlreiche Freiläufe und ein schickes Hasenhaus. Etwa 50 Hunde, knapp 100 Katzen und viele Vögel, Hamster, Kaninchen und andere Tiere leben hier.

Seit Jahrzehnten, sagen der Vorsitzende Reinhard Dötzer und die Schatzmeisterin und Ehrenvorsitzende Elisabeth Haasmann, legen sich der Verein und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter für das Wohl der Tiere ins Zeug. „Wir predigen und predigen“, sagt Haasmann: „Setzt eure Tiere nicht einfach aus, das ist grausam. Lasst bitte eure Katzen kastrieren, die vermehren sich sonst wie wahnsinnig.“ Doch die Wirklichkeit sieht so aus: Das Tierheim am Elferweg platzt aus allen Nähten.

Außerdem steht der Verein finanziell mit dem Rücken zur Wand. Das Tierheim benötigt jedes Jahr 460.000 Euro. Dafür wird das Personal bezahlt, das viele Futter, der Tierarzt, der Strom, das Wasser für die Reinigung. Außerdem müssen die Gebäude und die Freianlagen unterhalten werden. Der Zuschuss, den der Verein von der Stadt bekommt, reicht gerade mal für einen Monat. Ohne die Beiträge der Mitglieder, die Benefizaktionen und die Unterstützung durch Spendengelder wäre der Tierschutzverein längst bankrott.


Handwerker und Paten gesucht
Aktuelles Sorgenkind: „Die Hundehütten sind kaputt, und es werden unbedingt neue benötigt“, sagt Elisabeth Haasmann. „Oder wir finden einen begabten Handwerker, der uns bei der Reparatur der Hütten hilft.“ Dem Verein sind Menschen mit handwerklichem Geschick hochwillkommen: Im Tierheim fallen öfters Reparaturen oder Umbauten an. Auch Tierpaten werden gerne gesehen: Wer selbst kein Tier halten kann oder möchte, kann die Patenschaft für ein Tier übernehmen - bereits ab zehn Euro im Monat ist das möglich.

Das primaSonntag-Team besorgte mit den Spendengelder eine Riesenportion Tierfutter – und auch ein paar Spielsachen für die Vierbeiner, weil das Tierleben im Heim bei aller Fürsorge manchmal ein wenig eintönig sein kann. Wichtiger Aufruf an unsere Leser: Wer beispielsweise Futter, Hunde- oder Katzenkörbchen, Spielzeug, Decken, Näpfe, Halsbänder, Leinen, Kratzbäume, Transportboxen für das Tierheim spenden möchte, kann die Sachen direkt im Tierheim und auch bei primaSonntag in der Schweinfurter Straße 4 abliefern.

Tiere bitten um Hilfe
Das Spendenkonto des Würzburger Tierschutzvereins: Sparkasse Mainfranken, BLZ 970 500 00, Konto-Nr. 4499. Kontakt: Tierschutzverein Würzburg, Elferweg 30, 97074 Würzburg, Tel. (0931) 8 43 24. E-Mail: info@tierheim-wuerzburg.de, mehr Info: www.tierheim-wuerzburg.de
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