Umwelt- und Gesundheitsinitiative feiert gewonnenen Bürgerentscheid

Abgelehnt: So hätte der Ausbau der A3 samt Katzenbergtunnel (Trog-Lösung) ausgesehen. (Foto: Autobahndirektion Nordbayern)
Ausbau der Autobahn A3: Nach dem Sieg beim Bürgerentscheid wendet sich die Umwelt- und Gesundheitsinitiative Würzburg-Tunnel in einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit.

Der gewonnene Bürgerentscheid sei ein Meilenstein auf dem Weg für den Würzburg-Tunnel, so die Initiative. "Die absolute Mehrheit der zur Abstimmung gekommenen Bürger hat Ja zum A3 Ausbau mit Tunnel gesagt. Ein Viertel der Bürger kam aus den betroffenen Stadtteilen Heidingsfeld und Heuchelhof. Das bedeutet, Bürger aus der ganzen Stadt zeigen sich sensibilisiert für die Fragen der Stadtentwicklung und des Gesundheitsschutzes."

Die Bürgerinitiative habe "redlich mit belastbaren Argumenten für das Gemeinwohl gekämpft". Ihr Ziel mit der Verlegung der A3 in einen Tunnel sei die Feinstaub- und Lärmreduktion sowie nachhaltige Stadtentwicklung. Die Initiative ruft nun die Gegner, meist Anwohner der Gegend, an der eine eingehauste Brücke vorbeifuhren soll, dazu auf, die eigenen Interessen mit den Interessen der ganzen Stadt abzugleichen und zu berücksichtigen, dass auch sie von dem Tunnel profitierten, weil sie von Lärm und Abgasen entlastet würden.

Gleichwohl wisse die Initiative, dass mit dem Bürgerentscheid der Tunnel noch nicht gebaut ist. "Es gibt viel zu tun. Die Stadtverwaltung an der Spitze der OB, sind aufgefordert, alle rechtlichen und politischen Maßnahmen zur Errichtung des Tunnels zu ergreifen. Darüber hinaus sind politisch auch die Würzburger Landtags- und Bundestagsabgeordneten gefragt." Als Volksvertreter der Würzburger Bürgerschaft sei es nicht, wie geschehen, ihre Aufgabe, sich zum Sprachrohr der Autobahndirektion zu machen, zumal die Autobahndirektion mit nicht belegten Zahlen Politik gemacht und ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt habe. "Vielmehr sollen die Abgeordenten die mit dem Bürgerentscheid erklärten Interessen der Würzburger nun politisch vertreten."

Die Initiative fordert darüberhinaus die Autobahndirektion auf, die von ihr in die Welt gesetzten Zahlen (Tunnelkosten 340 Mio Euro, Fertigstellung 2028) zu belegen. Die Bürgerinitiative, die laut eigener Erklärung die vollständige Tunnelplanung des österreichischen Tunnelplaners Dr. Leitner vom Planungsbüro BauCon vorhält, geht beim Tunnel u.a. durch die Bautätigkeit abseits der bestehenden Strecke von wesentlich früherer Fertigstellung aus und dies zu einem dem Trog vergleichbaren Preis.
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