UKW: Herzthoraxchirurgie bekam Intensivüberwachungsstation

Bei der Übergabe der neuen Station (v. l.): Anja Simon (Kaufmännische Direktorin), Prof. Rainer Leyh (Direktor der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie), Marion Schäfer-Blake (Bürgermeisterin), Oliver Jörg und Georg Rosenthal (Abgeordnete des Bayerischen Landtags), Andreas Hetzer (Staatliches Bauamt), Barbara Stamm (Präsidentin des Bayerischen Landtags), Prof. Norbert Roewer (Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) sowie Prof. Georg Ertl (Ärztlicher Direktor) (Foto: Angie Wolf, UKW)
Die Zahl der Operationen in der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie (HTC) am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) hat sich in den vergangenen zehn Jahren weit mehr als verdoppelt. „Die hohe Ergebnisqualität der von Prof. Leyh und seinem Team durchgeführten Eingriffe ließen die Behandlungszahlen kontinuierlich steigen, so dass hier heute jährlich rund 1.300 Patienten am Herzen oder an den großen Körperschlagadern operiert werden“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl anlässlich der Einweihung einer Intensivüberwachungsstation am Zentrum für Operative Medizin für die Herzthoraxchirurgie.

Die neue Intensivüberwachungsstation wurde mit einem Kostenaufwand von 4,7 Millionen gebaut. Die Baukosten wurden nach einer Mitteilung des Klinikums vom UKW eigenfinanziert. Die Ende November offiziell eingeweihte topmoderne Erweiterung diene vor allem der noch besseren Versorgung von Patienten nach Herzoperationen. Vor knapp zehn Jahren übernahm Prof. Dr. Rainer Leyh die Klinik.

Nicht nur die Anzahl, auch das durchschnittliche Alter und der Gesundheitszustand der Patienten hätten sich in den letzten Jahren verändert. „Wir behandeln heute deutlich mehr ältere Menschen, die häufig unter einer Vielzahl von Nebenerkrankungen leiden“, erläutert Prof. Leyh und fährt fort: „Diese Patienten benötigen vor allem nach den Operationen eine vergleichsweise intensive Überwachung und Betreuung sowie zum Teil auch einen hohen therapeutischen Aufwand.“ Um diese Versorgung sicherzustellen, schuf das Klinikum innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre die neue Intensivüberwachungsstation.

Funktional dient die Intensivüberwachungsstation als Zwischenstufe zwischen der Intensivstation und einer Normalstation. Sie erfülle alle Hygienestandards einer Intensivstation und verfüge auch über deren medizinischen Möglichkeiten – mit Ausnahme von Beatmungsmaschinen“, schildert Prof. Leyh.

Gedacht seien die acht Betten in vier Doppelzimmern zum einen für Patienten nach Eingriffen wie Bypass-, Herzklappen- oder Aortenoperationen. Zum anderen sollen hier Menschen nach der Implantation eines Kunstherzens versorgt werden. Eine dritte Zielgruppe sind Herzkranke, die stationär auf ein Spenderherz warten müssen. „Die erste und größte Gruppe hält sich durchschnittlich nur ein bis zwei Tage auf der Station auf, bevor sie auf eine Normalstation verlegt wird. Die Kunstherz-Patienten bleiben schon einige Wochen. Und bei Patienten, die auf eine Herztransplantation warten, kann es auch mal drei Monate dauern“, beschreibt Prof. Leyh.

Wie die ganze Station, so sind auch die Patientenzimmer durch großflächige Fenster tageslichtdurchflutet. „Der Blick nach draußen hilft den Patienten, im Tag-Nach-Rhythmus zu bleiben, was gerade bei älteren Menschen wichtig ist, um postoperativer Verwirrtheit vorzubeugen“, unterstreicht Prof. Leyh.

Übergabe der neuen Station (v. l.): Anja Simon (Kaufmännische Direktorin), Prof. Rainer Leyh (Direktor der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie), Marion Schäfer-Blake (Bürgermeisterin), Oliver Jörg und Georg Rosenthal (Abgeordnete des Bayerischen Landtags), Andreas Hetzer (Staatliches Bauamt), Barbara Stamm (Präsidentin des Bayerischen Landtags), Prof. Norbert Roewer (Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) sowie Prof. Georg Ertl (Ärztlicher Direktor).
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