UKW: Dank und Anerkennung für Prof. Christoph Reiners

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle umrahmt von Prof. Christoph Reiners, dem scheidenden Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (links) und dessen Nachfolger Prof. Georg Ertl. (Foto: UKW)
Würzburg Rund 260 geladene Gäste füllten bei der Abschiedsfeier von Prof. Christoph Reiners am 11. Dezember den Hörsaal des Rudolf-Virchow-Zentrums am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). 15 Jahre lang gehörte er als Ärztlicher Direktor (ÄD) dem Vorstand des UKW an – davon die letzten fünf Jahre hauptamtlich. Nun geht der 69-Jährige Ende Dezember dieses Jahres in den Ruhestand. Viele prominente Redner nutzten die Gelegenheit, dem baldigen Pensionär ihren Respekt und Dank für seine Leistungen auszudrücken.

So bezeichnete Prof. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, dessen Amtszeit als „goldene Jahre“. Als Belege dafür führte er unter anderem die großen strukturellen Projekte an, die in dieser Zeit in der Würzburger Universitätsmedizin Realität wurden. Dazu zählen zum Beispiel die Inbetriebnahme der Zentren für Operative Medizin (ZOM) und Innere Medizin (ZIM), der großangelegte Umbau der Zahnklinik sowie der Bau des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz. Dafür, dass die zurückliegenden 15 Jahre „golden“ waren, spreche laut Prof. Frosch auch, dass das Klinikum wirtschaftlich „kerngesund“ sei.

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle lobte in seinem Grußwort die stets freundliche und in der Sache zielorientierten Art, mit der der scheidende Ärztliche Direktor viel für die Würzburger Universitätsmedizin erreicht habe. Außerdem dankte Spaenle Reiners für dessen Bereitschaft“, ab 1. Januar 2016 beim Aufbau des „Zentrums.Digitalisierung.Bayern“ als „Sprecher Wissenschaft“ der Themenplattform Digitale Gesundheit/Medizin zur Verfügung zu stehen.

Prof. Alfred Forchel, der Präsident der Würzburger Universität, übernahm beim Festakt die umfangreiche Aufgabe, einen Überblick über Prof. Reiners Werdegang, seine vielfältigen beruflichen und humanitären Leistungen sowie zahlreichen Auszeichnungen und Preise zu geben. Der gebürtige Mönchengladbacher gilt als einer der führenden deutschen Mediziner im Bereich des Medizinischen Strahlenschutzes. Weltweit sind seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Schilddrüse hoch anerkannt, vor allem hinsichtlich der Strahlenempfindlichkeit, der Erkrankungen durch ionisierende Strahlen und ihrer Therapie bei Kindern und Jugendlichen. Auf Wunsch von Prof. Reiners widmete Oliver Jörg, MdL, seinen Festvortrag dem Thema „Ehrenamt“.

Auch in den anschließenden Dankesworten von Anja Simon, der Kaufmännische Direktorin des UKW, von Pflegedirektor Günter Leimberger und von Christian Huß, dem Vorsitzenden des Personalrates des Klinikums, wurde deutlich, dass ein „offenes Ohr“ für vielfältige Belange und das Bemühen um einen allseitigen Interessenausgleich zu den Grundzügen von Prof. Reiners Führungsstil gehörten.

Prof. Georg Ertl, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des UKW wird zum 1. Januar 2016 die Aufgaben des Ärztlichen Direktors des Würzburger Uniklinikums übernehmen. Bei der Abschiedsfeier drückte Prof. Ertl seinen Respekt für dessen Leistungen aus: „Es bedarf keines Aufbruchs, sondern einer Kontinuität der guten Führung“. (UKW/ser)
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