Über 2.100 Würzburger sterben im 1. Weltkrieg

„Ausmarsch 1914“: Mit solchen Wandbildern sollten die Schulen die anfängliche Kriegseuphorie unterstützen. (Foto: Universität Würzburg)
Vor 100 Jahren taumelte Europa in einen blutigen Abgrund – der erste Weltkrieg hatte begonnen. Am 1. August 1914 erklärte Deutschland dem Russischen Zarenreich den Krieg, zwei Tage später erfolgte die Kriegserkläung an Frankreich.

Etwa vier Wochen darauf, am 30. August 1914, berichtete die Illustrierte Wochen-Chronik „Die Frankenwarte“ von den ersten Würzburger Offizieren, die auf „dem Felde der Ehre“ fielen. Die Toten waren „Major Josef Wirsing, Abteilungskommandeur im 2. Feld-Artillerie-Regiment, dann die Hauptleute Richard Mieg und Hans Jäger, Kompagniechefs im 9. Infanterie-Regiment, Leutnant Fritz Gehauf, sowie die Reserve-Leutnants Dienes und Gustav Hilcken, ebenfalls im 9. Infanterie-Regiment.“ Sie alle fielen in der Schlacht an den Vogesen am 20. August.

Voller Pathos heißt es in der Wochen-Chronik weiter: „Unauslöschlich seien ihre Namen im Gedächtnis bewahrt; ewige ehrende Erinnerung diesen fürs Vaterland Gestorbenen!“ Das sinnlose Sterben war im Gang – bis zum Ende des 1. Weltkriegs mussten über 2.100 Würzburger ihr Leben lassen.

Im Ersten Weltkrieg sollten auch die Schulen die anfängliche Kriegseuphorie der Deutschen unterstützen. Schulwandbilder waren dabei weit verbreitetes Propagandamaterial. Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist das Bild „Ausmarsch 1914“ nach einem Gemälde des Historienmalers Carl Röhling (1849 – 1922). Es zeigt bejubelte Soldaten, die mit geschmückten Waffen dem Aufruf des Kaisers und der Mobilmachung Anfang August 1914 folgen.

Rund 20.000 schulische Wandbilder beherbergt die Forschungsstelle Historische Bildmedien an der Universität Würzburg; sie stellt damit ein einzigartiges Bilderarchiv da. Auch Bilder aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind Bestandteil der Sammlung.
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