Telefonaktion „Heißer Draht“ mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann stellte sich bei der Telefonaktion „Heißer Draht zum Bischof“ drei Stunden lang ununterbrochen den Fragen und Anliegen der Menschen. (Foto: Bernhard Schweßinger (pow))
„Es war ein guter Nachmittag. Es gab sehr wohlwollende und positive Gespräche kurz vor Weihnachten.“ Bischof Dr. Friedhelm Hofmann war bei der elften Telefonaktion „Heißer Draht zum Bischof“ erneut ein gefragter Gesprächspartner. Insgesamt fanden Telefongespräche mit 33 Frauen und Männern statt, wobei die Zahl der Frauen deutlich überwog.

Die meisten Anrufe kamen aus dem Bistum Würzburg – aus dem Ochsenfurter Gau, aus der Rhön und den Haßbergen, aus dem Würzburger und Schweinfurter Raum und vor allem vom Untermain. Die jüngste Visitation des Bischofs in Aschaffenburg klang noch nach. Aber auch aus München, Ostwestfalen und aus Norddeutschland wählten Menschen die Nummer ins Würzburger Bischofshaus.

Kurz vor 15 Uhr nahm Bischof Hofmann den Hörer in die Hand und konnte erst nach 18 Uhr durchschnaufen. Über drei Stunden lang hörte er die Anliegen von Menschen, diskutierte über aktuelle Fragen und gab Rat und Hilfe. Die Telefonleitung ins Würzburger Bischofshaus war durchgehend belegt. Eine Anruferin berichtete, sie habe es den ganzen Nachmittag probiert und sei jetzt froh, endlich durchgekommen zu sein. Eine andere schaffte es bereits nach zwei Versuchen. „Ich habe mir fast die Finger wund gewählt“, erzählte ein Mann.

Die Gespräche konzentrierten sich vor allem auf Fragen zur Seelsorge und zu persönlichen und beruflichen Problemen. „Es wurde nicht kritisiert. Menschen mit Problemen waren froh, diese aussprechen zu können“, berichtete der Bischof nach Beendigung der Telefonaktion. Angesprochen wurden Probleme in den Gemeinden und der Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Weiter regten Anrufer das Gebet für die verfolgten Christen und Willkommensgottesdienste für Flüchtlinge an und äußerten sich besorgt angesichts der fehlenden Jugend in der Kirche. Zwei schwerstbehinderte Frauen, die als Mädchen den Bischof in Lourdes erlebt hatten, waren sehr dankbar, mit ihm bei der Telefonaktion mal wieder sprechen zu können. Thema war auch der plötzliche Tod von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und die Hoffnung auf einen guten Amtsnachfolger.

Die Telefonaktion war für Hofmann erneut eine gute Möglichkeit zum Seelsorgegespräch. „Es war ein guter Nachmittag“, sagte der Bischof. Deshalb will er kurz vor Weihnachten 2015 eine weitere Runde des „Heißen Drahts“ anbieten. (pow)
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