Teil einer großen Tradition: Das sind Würzburgs perfekte Kiliani-Gastgeber

„Jedes Jahr vor Kiliani fühlen wir dieses Kribbeln.“ Jetzt ist es endlich soweit - Michael Schmid, „Kiliani-Verbindungsoffizier“ der Würzburger Hofbräu, Festwirt Michael Hahn und Norbert Lange, Geschäftsführer Verwaltung und Vertrieb der Hofbräu (v.l.) freuen sich mit dem neuen Maskottchen „Anni“ auf 17 Tage Volksfestspaß.
 
Im Kiliani-Festzelt kommt´s auf ein eingespieltes Team an. Die Krüge - hoch! (Foto: Würzburger Hofbräu)

Festzelte sind die zentralen Anlaufpunkte auf Volksfesten. Das ist in Würzburg nicht anders: Im Festzelt schlägt das Herz von Kiliani, auf Touren gebracht von hiesigen und regionalen Musikkapellen, deftigen Speisen und der einen oder anderen Maß Hofbräu-Festbier. Festwirt im Zelt ist Michael Hahn, Chef der Hahn Zelt GmbH mit Sitz in Bad Windsheim.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erzählt Michael Hahn von den Anfängen als Metzgerei. Diese hatte sein Großvater 1933 gegründet, Aus ihr ging nach dem 2. Weltkrieg das Festzeltunternehmen hervor. Heute ist der Betrieb zweigeteilt. Da ist zum einen die Hahn Zelte GmbH und zum anderen die Hahn Catering GmbH, die sich auf die Versorgung von Großveranstaltungen spezialisiert hat. Sie vertreibt unter anderem die patentierten Halbmeterwürste und die ebenso patentierten „Salamizigarren“, eine Wurstspezialität, die in Zigarrenkisten vertreiben wird.

Erneuerung „in aller Demut“
Für die Zelt GmbH ist Würzburg neben Schweinfurt, Crailsheim und Regensburg einer der regelmäßigen Schwerpunkte im Volksfestkalender, erzählt Michael Hahn. Kiliani ist natürlich was Besonderes für Michael Hahn: „Dieses Volksfest kann auf eine fast 1.000-jährige Tradition zurückblicken – dagegen ist das Oktoberfest in München mit seinen paar hundert Jahren direkt ein Newcomer.“

Für die Familie Hahn bedeute es eine große Ehre, Teil dieser Tradition sein zu dürfen – und gleichzeitig eine große Herausforderung. „Einerseits wollen wir die Tradition bewahren, andererseits aber auch – in aller Demut – das Fest immer wieder erneuern und dem Zeitgeist anpassen.“ Ein Beispiel: Für´s WM-Viertelfinalspiel der deutschen Elf gegen die Franzosen wurde der traditionelle Festbieranstich um zwei Stunden auf 17 Uhr vorverlegt, damit Kiliani und Fußball nicht aneinandergeraten. Außerdem wurden im Festzelt einige Großbild-Fernseher aufgestellt, damit die insgesamt 4.500 Menschen, die ins Zelt passen, das Spiel mitverfolgen können.

Wenn das Bier nur so spritzt
Bei Kiliani kümmern sich 150 Personen im Hahn-Zelt um das Wohl der Gäste, Sicherheits- und Reinigungspersonal mit eingerechnet. „Wir arbeiten überwiegend mit fest angestelltem Personal“ berichtet Michael Hahn weiter. „Das gewährleistet zuverlässige Arbeit, die Hand in Hand reibungslos funktioniert“. Für den Festwirt ist es wichtig, dass sein Team gut eingespielt ist – nur so kann es immer freundlich und souverän eine angenehme Atmosphäre schaffen.

Und dann gibt es noch nahezu unzählige Anekdoten von Bieranstichen. „Von gebrochenem Daumen bis weit spritzenden Bierfontänen war schon alles dabei. Die vorderen Reihen bekommen ab und zu ganz schön was ab“, lacht der Volksfest-Wirt. Die jeweiligen Brauereien täten deshalb gut daran, vor dem feierlichen Akt einen Schnelllehrgang durchzuführen, vor allem wenn es sich um Premieren handelt: Am vergangenen Freitag zapfte Oberbürgermeister Christian Schuchardt sein allererstes Fass Kiliani-Festbier an.

Neun Veranstaltungen stehen in diesem Jahr auf dem Programm. Neben der Mai- und Herbstdult in Regensburg sind dies beispielsweise das Schützenfest in Bieberach oder das Günzburger Volksfest. Das fränkische Volksfest in Crailsheim ist das größte für die Hahn GmbH: Da sind dann rund 200 Personen im Einsatz.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.