Studentisches Wohnen: Ablehnende Haltung der Uni zu Vorschlägen der Stadt

Weder die Objekte Röntgenring 12 (sog. Alte Augenklinik), Klinikstraße 8 (ehemalige Medizinische Poliklinik) noch ein von der Stadt angesprochenes Grundstück am Theodor-Boveri-Weg Campus Hubland Süd „stehen für studentisches Wohnen zur Verfügung oder werden von der Universität dafür in Betracht gezogen. Verhandlungen mit der Stadt Würzburg fanden und finden dazu aktuell nicht statt.“

Mit dieser Feststellung reagierte die Universität schriftlich auf Anfrage von primaSonntag zu einer Stadtratsentscheidung am 23. Januar dieses Jahres. Die Verwaltung wurde damals beauftragt, die Julius-Maximilians-Universität um Prüfung der Möglichkeiten für eine „Situierung von studentischem Wohnen auf den genannten Grundstücken zu bitten.“ Zuständig für Liegenschaften im Rathaus ist Stadtkämmerer Christian Schuchardt.

Grundstücke auf Eignung prüfen
Zur Begründung heißt es in der Vorlage für den Wunsch des Stadtrates, „um dem dringenden Bedarf nach Wohnungen für Studenten gerecht zu werden, wurden bei der Standortsuche (Anmerkung: der Stadt) die oben angeführten Flächen als geeignet gesehen. Da es im Interesse der Universität liegen muss, dass ausreichend geeigneter Wohnraum für Studenten zur Verfügung steht, sollten auch die genannten Grundstücke einer Prüfung unterzogen werden“.

Die Universität begründete ihre ablehnende Halterung mit dem Hinweis, dass der Campus Hubland Süd „originär universitären Zwecken (u.a. Laborbauten) dient und im Übrigen weitgehend dicht bebaut ist.“ Weiter heißt es dazu seitens der Universität, man werde an dem „Gesamtkonzept einer Konzentration des gesamten Universitätssportes am Hubland und dem aus diesem Grund auch schon gemeinsam mit der Stadt für das Areal im Süden des Campusgeländes erstellten Bebauungsplan weiter festhalten. Dieses Gelände steht keineswegs zur Disposition.“ Die Universität „bemüht sich unverändert darum, die nötigen Mittel für die nach der Etablierung der Freisportanlagen mit Turnhalle als nächster Bauabschnitt anstehende Verlagerung des gesamten Sportzentrums am Judenbühlweg/Mergentheimer Straße zu erhalten.“

"Andere Nutzungsüberlegungen" stehen im Raum
Für die beiden Objekte in der Innenstadt, „Alte Augenklinik“ und ehemalig „Medizinische Universitätsklinik“, stünden „andere Nutzungsüberlegungen im Raum. Es wendeten sich diesbezüglich auch regelmäßig außeruniversitäre Interessenten/Investoren an die Universität - wobei es bei der ehemaligen Augenklinik sowieso nur um Restflächen des durch Mensa, Hörsaal und Trafostation universitär teilgenutzten Bauwerkes geht“, heißt es dazu in der schriftlichen Mitteilung der Universität.“
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