Streetmeet: Profi-Wandmaler machen die Stadt bunt

Alles so schön bunt hier im „neuen Neuen Hafen“. (Foto: Georg Wagenbrenner)
Vor wenigen Tagen fand in Würzburg das „Internationale Streetmeet“ statt: Wie schon im Vorjahr gaben sich renommierte Profi-Wandmaler die Ehre, zahlreiche Fassaden in der Stadt zu verschönern.

Beim Bemalen ihrer vorher meist tristen „Leinwände“ nahmen die Teilnehmer auch schwierige äußere Bedingungen in Kauf: So konnten selbst Hagelkörner die Streetart-Künstler „Chris SC & Simon SC“ in der Nördlichen Hafenstraße nicht erschüttern. Die Wahl-Würzburger wurden, wie auch alle anderen Künstler - verteilt über das gesamte Stadtgebiet – rechtzeitig mit ihrem Werk fertig. Künftig wachen zwei stolze Matrosen mit beeindruckenden Schnapsnasen über den ansonsten eher farblosen Zugang zum Neuen Hafen.

Die Hafen GmbH hatte die Brücke für das Stretmeet extra ausgeschrieben, wie auch eine Backsteinmauer wenige Meter weiter. Hier vereinen sich jetzt zwei Weltraumwesen zum „Cosmic Kiss“ - wer oder was genau in den farbenfrohen Raumanzügen steckt, weiß natürlich nur der spanische Künstler Skount.

Seinem Landsmann Laguna war die größte Fläche der diesjährigen Leistungsschau vorbehalten und auch ihm gelang es, den Wohnblock Bonner Straße 32 in kürzester Zeit in ein stadtbildprägendes Kunstwerk zu verwandeln. Für das doppelte Selbstportrait, eingebettet in eine detailreiche Traumsequenz mit dem Titel „Oh me, oh my“ verbrauchte Laguna 78 Spraydosen, 170 Kilogramm Wandfarbe und eine Farbrolle.

Nun wartet man am Heuchelhof gespannt auf den Abbau des Gerüsts, das den Blick auf das siebengeschossige Bild derzeit noch verstellt. Die Bewohner hinter der Fassade sind laut Stadtbau und Manou Wahler vom Verein Kunst im Öffentlichen Raum (KÖR) begeistert von der Umgestaltung ihres Hauses: „Laguna bekam immer wieder interessierten Besuch und nimmt auch einige Flaschen Wein als Gastgeschenk mit nach Hause.“
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