SPD: „Ja“ für Bürgerbegehren „Rettet das Moz!“

Nach dem Wiederaufbau der Maxschule: das Mozart-Areal im Jahr 1957. (Foto: Stadtarchiv)
Würzburg Die Würzburger SPD ruft die Würzburger Bürgerinnen und Bürger dazu auf, beim Bürgerentscheid „Rettet das Moz!“ am 5. Juli mit „Ja“ zu stimmen und damit gegen eine Veräußerung von Mozart-Areal und Kardinal-Faulhaber-Platz und gegen einen Abriss der denkmalgeschützten Schule. „Mit großer Mehrheit“ hätte sich eine außerordentliche Vorstandsitzung dafür ausgesprochen.

Muchtar Al Ghusain: „In den letzten Monaten haben wir intensiv gerungen, wir haben zahlreiche Meinungen ausgetauscht, mit Initiativen und Fachleuten für Pro und Contra gesprochen, aber je länger man sich mit dieser Thematik befasst, desto eindeutiger schlägt das Pendel in Richtung Bürgerinitiative“, fasste der Vorsitzende der Würzburg SPD die Position seiner Partei zusammen.

„Wir haben mit dem Vorschlag zum Teilerhalt früh für einen Kompromiss geworben. Damit haben wir Bewegung in die Diskussion gebracht. Jetzt, wenige Wochen vor dem Bürgerentscheid, wird deutlich, dass die vorliegenden Pläne so nicht funktionieren werden, dass sie finanziell unattraktiv sind und dass sie für die städtebauliche Entwicklung mehr schaden als nützen. In dieser Situation macht es keinen Sinn mehr, an einem Teilerhalt festzuhalten“, hieß es in einer Pressemitteilung. SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Kolbow wies darauf hin, dass einige Mitglieder seiner Fraktion lieber einen Teilerhalt gesehen hätten, „aber die aktuelle Entwicklung rechtfertigt diese Neupositionierung“.

Kolbow wies in der Pressemitteilung auf die Auffassung des bayerischen Generalkonservators Mathias Pfeil hin, der „sich eindeutig für einen Erhalt des Denkmals Mozartschule ausgesprochen“ habe: „Eine notwendige Abrissgenehmigung der alten Schule, auch für Teile, rückt damit in weite Ferne“. Die oberste Denkmalschutzbehörde fordere stattdessen ein Nutzungskonzept.

Die Würzburg SPD tritt deshalb für eine städtische Nutzung für Kultur und Bildung in der ehemaligen Mozartschule ein. Der Bebauungsplan sehe eine schulische Nutzung vor. Eine Sanierung in einem wirtschaftlich vertretbaren Umfang, bei gleichzeitig möglichen hohen staatlichen Zuschüsse machte dieses Vorhaben zu einer wirtschaftlich sinnvollen Maßnahme. Daraus folge für die SPD: „Ein Ausverkauf eines großen städtischen Grundstücks im Herzen der Stadt und in äußerst sensibler Lage ist unverantwortlich und nimmt uns und künftigen Generationen eigene Gestaltungsmöglichkeiten in der Innenstadt. Man muss die beiden Grundstücke, Mozartareal und Kardinal-Faulhaber-Platz, wieder trennen und jedes für sich entwickeln und gestalten.“
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