Rosenthal will in den Landtag

Mit diesem Team will die Würzburger SPD bei den nächsten Wahlen antreten (v.l.): Niyazi Akçay (Zweitstimmenkandidat für den Landtag), Marion Schäfer-Blake (Kandidatin für den Bezirkstag), SPD-Chef Eberhard Grötsch und Erststimmenkandidat Georg Rosenthal.

OB geht als Direktkandidat der SPD ins Rennen

Vom Rathaus ins Münchner Maximilianeum: Die Würzburger SPD schickt mit OB Georg Rosenthal ihren Lieblingskandidaten ins Rennen. Der 66-Jährige soll bei der Landtagswahl (voraussichtlich am 15. September) als Direktkandidat antreten. Auf der Nominierungskonferenz am 6. Februar wird die Kandidatur Rosenthals aller Voraussicht nach offiziell abgesegnet.
Wie bereits berichtet, kann Rosenthal aufgrund seines Alters nicht mehr bei der nächsten Würzburger OB-Wahl antreten: Die Altersgrenze von 65 Jahren wurde im Dezember durch das Bayerische Verwaltungsgericht bestätigt. Der Würzburger SPD-Chef Eberhard Grötsch bezeichnete dies als „Altersdiskriminierung“. Allerdings stünde aufgrund dieser Entwicklung mit Rosenthal ein „hervorragender Kandidat zur Verfügung, der über wertvolle Erfahrung in der Kommunalpolitik verfügt.“

Rosenthal gegen Jörg
Bei der Wahl kommt es im Kampf ums Direktmandat im Stimmkreis Würzburg zum Duell OB Rosenthal gegen den Landtagsabgeordneten und Würzburger CSU-Chef Oliver Jörg. Bei aller Brisanz will Rosenthal einen streng themenbezogenen Wahlkampf führen: „Persönliche Angriffe sind meine Sache nicht. Für mich sind nur Inhalte wichtig.“ Auch aus einem weiteren Grund ist kaum zu erwarten, dass die Kandidaten allzu hart miteinander umgehen werden: Falls beide Kandidaten in den Landtag einziehen (als Direktkandidat oder über den Listenplatz, im Falle Rosenthals voraussichtlich Platz 5), werden sie im Interesse der Region zusammenarbeiten müssen – über die Parteigrenzen hinweg. Rosenthal ist laut eigener Aussage dazu bereit: „Das verlangen auch die politischen Herausforderungen, vor denen wir stehen.“
Im Landtag will sich Rosenthal vor allem für mehr sozialen Ausgleich einsetzen: „In Bayern geht die Schere zwischen Arm und Reich besonders schnell auseinander.“ Weitere Kernthemen: Bildung, hier vor allem die Ganztagsschulen, sowie die finanzielle Situation der Kommunen: „Viele Gemeinden stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand.“
Übrigens: Sollten die Würzburger Rosenthal in den Landtag wählen, übernehmen bis zur Kommunalwahl am 16. März 2014 seine Stellvertreter Adolf Bauer und Marion Schäfer-Blake die Pflichten des Oberbürgermeisters.
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