Rat vom Fachmann: Worauf beim Gebrauchtwagenverkauf achten?

Gebrauchtwagen Ankauf
 
Gebrauchtwagenverkauf

Nicht nur der Kauf eines Gebrauchtwagens, sondern auch der Verkauf kann im Zweifelsfall riskant sein. Vor allem deshalb, weil es sich dabei nicht um eine alltägliche Situation für den Verkäufer handelt. Deshalb ist es auch für den Verkäufer wichtig, bei dem Verkauf auf einige Sachen zu beachten. Denn nur so kann auch er sich ausreichend absichern.

Die Volljährigkeit des Käufers


Der Verkäufer muss sicherstellen, dass der Käufer bereits volljährig ist. Ansonsten ist der geschlossene Kaufvertrag ungültig, es sei denn die Eltern des Verkäufers stimmen ihm nachträglich noch zu. Diese Regelung gilt auch, wenn der Wagen an einen Händler verkauft wird. Auch dieser muss also volljährig sein. Im Zweifelsfall sollte sich der Verkäufer deshalb immer einen amtlichen Nachweis über das Alter des Käufers aushändigen lassen. Dieser ist sorgfältig zu prüfen, da es sich schließlich auch um ein gefälschtes Dokument handeln kann.

Besonders risikoreich: die Probefahrt



Selbstverständlich ist für den Käufer eine Probefahrt Pflicht. Der Verkäufer sollte dabei allerdings darauf achten, dass ihm eine Sicherheit übergeben wird. Beispielsweise könnte dies der bisherige Wagen des Käufers sein, der während der Probefahrt auf dem Grundstück des Verkäufers abgestellt wird. Auch Ausweispapiere können dafür dienen. Noch besser ist es natürlich, wenn der Verkäufer bei der Probefahrt anwesend ist. Dies sollte vom Verkäufer immer vorgeschlagen werden.

Auf Schäden am Fahrzeug hinweisen


Der Verkäufer hat die Pflicht, den Käufer auf Schäden an dem Fahrzeug hinzuweisen. Das gilt vor allem für die nicht direkt sichtbaren Schäden. Schäden, die allerdings absolut ersichtlich sind, müssen nicht direkt angesprochen werden. Darunter fallen beispielsweise offensichtliche Dellen und Kratzer im Lack. Entdeckt der Käufer weitere Mängel und spricht den Verkäufer darauf an, dann ist es dem Verkäufer nicht gestattet über diese zu lügen, rät das Fachportal "Autoexport". Außerdem steht der Verkäufer in der Pflicht, darauf hinzuweisen, wenn das Fahrzeug nicht in einem verkehrstüchtig im Zustand ist. Dieser Hinweis muss unbedingt vor einer Probefahrt erfolgen.

Lügen beim Verkauf


Wichtig für den Verkäufer ist außerdem, dass es ihm nicht gestattet ist, über den Zustand seines Wagens zu lügen. Es ist also nicht erlaubt, den PKW besser dastehen zulassen, indem einige Daten verändert werden. Besonders beliebt ist dieses Vorgehen bei der Angabe des Baujahrs oder der Ausstattung des Wagens. In einem solchen Fall kann der Kaufvertrag im Nachhinein sogar für unwirksam erklärt werden. Denn schließlich hat der Käufer für sein Geld einen Wagen mit weniger Wert übergeben bekommen und seine Kaufentscheidung war von den Angaben des Verkäufers beeinflusst.

Der schriftliche Kaufvertrag


Auch ein mündlicher Vertrag ist theoretisch rechtlich bindend. Damit kann der PKW auch allein über eine mündliche Abmachung verkauft werden. Allerdings sollte immer auf einen schriftlichen Vertrag bestanden werden, da durch ihn der Nachweis des Kaufs einfacher erfolgen kann. Ein solcher Vertrag kann extra aufgesetzt werden oder es wird zu einem Standardvertrag gegriffen. Bei diesem müssen anschließend die Daten von den Käufer und dem Verkäufer eingetragen werden. Auch die wichtigsten Merkmale des Fahrzeugs werden hier vermerkt. Nachdem die Anzahl der Autoschlüssel und die Übergabe der Fahrzeugpapiere festgehalten wurden, ist der Standardvertrag meist auch schon fertig ausgefüllt.

Den Wagen sofort ummelden


Der Verkäufer sollte darauf bestehen, dass die Ummeldung so schnell wie möglich durchgeführt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt der Ummeldung sollte vertraglich geregelt sein, dass der Verkäufer nicht für Schäden haftet, die der Käufer verursacht. Auch hierfür gibt es vorgefertigte Verträge, die nur ausgefüllt werden müssen. Im Zweifel kann das sehr viel Geld sparen.

Auf Barzahlung bestehen


Möchte sich der Verkäufer absichern, dann sollte immer auch eine Barzahlung bestehen. Denn bei der Banküberweisung kann auch heute noch einer tief einfach betrogen werden. Bei einem Scheck ist es hingegen nicht selten der Fall, dass dieser nicht gedeckt ist. Damit es sich auch tatsächlich um echtes Geld handelt, sollte die Bezahlung am besten bei einer Bankfiliale stattfinden. Denn hier kann der Käufer das Geld direkt abheben und der Verkäufer das Geld anschließend auf sein Konto einzahlen. Die Möglichkeit mit Falschgeld zu bezahlen besteht also nicht.
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