Neuer Verein: Hilfe für ausländische Studierende der Uni Würzburg

Der Vorstand des Vereins zur Unterstützung ausländischer Studierender e.V. (v.l.): Jennifer Göb von der Studierendenvertretung, Rechtsanwalt Wolfgang Voigt, Bürgermeister Adolf Bauer (Vorsitzender), Dieter Thoma (International Office), Ulrike Michel-Schurr, KHG-Referentin. Foto Universität Würzburg
Ein neu gegründeter Verein will ausländischen Studierenden in Würzburg helfen, die in eine Notlage geraten sind. Wie schnell das gehen kann, haben schon manche junge Leute aus anderen Ländern am eigenen Leib erfahren. Vorstandsvorsitzender des Vereins ist Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, meldet die Pressestelle der Universität.

Was einen ausländischen Studenten in Deutschland in Not bringen kann? Zum Beispiel das: Ein junger Mann aus Äthiopien steht kurz vor seinem Master-Abschluss an einer deutschen Universität. Um sich für die Prüfungen anmelden zu können, muss er seinen Pass verlängern lassen. Als der Student das Dokument dann nach Deutschland geschickt bekommt, gibt es eine Überraschung: Im Pass steht nicht sein richtiger Name.
Für den Studenten heißt das: Er bekommt seine Masterurkunde erst dann, wenn die deutschen Behörden seinen neuen Namen bestätigt haben. Und das dauerte einige Wochen. Nur: Wie soll er das bezahlen? Die Sache, weiß Dieter Thoma vom International Office der Uni Würzburg, habe ein glückliches Ende genommen: Mit der Unterstützung eines Vereins konnte der Student einen weiteren Monat im Studentenwohnheim bleiben und seine Lebenshaltungskosten bestreiten. 517 Euro waren dafür nötig; am Ende konnte er mit seinem Hochschulabschluss in der Tasche nach Äthiopien zurückkehren.
Dr. Adolf Bauer: „Den Vorsitz des Vereins zur Unterstützung ausländischer Studierender in Würzburg habe ich sehr gerne übernommen. Oft genügt eine kurzfristige finanzielle Unterstützung, um jungen Menschen beizustehen, die unverschuldet in Not geraten sind. Mit kleinen Schritten lässt sich viel bewegen, damit die ausländischen Studierenden ihr Studium hier beenden können.“
Der Würzburger Verein ist aus einem Personenkreis entstanden, der schon bisher Anlaufstelle für entsprechende Fälle war: dem „Runden Tisch“ mit Mitgliedern der Katholischen Hochschulgemeinde KHG, der Evangelischen Studentengemeinde ESG, des Studentenwerks, des International Office und des Zentrums für Sprachen der Universität. In Würzburg gibt es derzeit cirka 2000 ausländischen Studierenden.
Der Verein finanziere sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Bei der Gründungsversammlung am 12. Dezember 2013 in der KHG wurde der Vereinsvorstand gewählt: Neben dem Vorsitzenden Adolf Bauer gehören dem Vorstand an: Ulrike Michel-Schurr (KHG-Referentin) Dieter Thoma (International Office), Rechtsanwalt Wolfgang Voigt (Schatzmeister) und Jennifer Göb von der Studierendenvertretung der Uni (Schriftführerin).
Kontakt: Verein zur Unterstützung ausländischer Studierender e.V., c/o Universität Würzburg, International Office, Josef-Martin-Weg 54/2, 97074 Würzburg, T (0931) 31-82228, dieter.thoma@uni-wuerzburg.de
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