Neuer Atlas Würzburg: Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild

Präsentation des "Atlas Würzburg" am 28. Oktober 2016 im Toscanasaal der Residenz mit (v.l.): Verleger Heja Emons und den beiden Herausgeberinnen Prof. Barbara Hahn (Würzburg) und Prof. Dorothea Wiktorin (Köln). (Foto: Gunnar Bartsch)
Am Institut für Geographie und Geologie der Universität Würzburg ist in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg ein neues Standardwerk über die älteste Stadt Frankens entstanden: Der „Atlas Würzburg. Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild“. Er biete einen umfassenden und zugleich unterhaltsamen Blick auf die Stadt am Main, heißt es in einer Mitteilung der Universität.

Vier Jahre des Planens und der konzentrierten Arbeit, 71 Autoren, gut 100 Mitarbeiter, 71 Karten, zahlreiche farbige Abbildungen und großformatige Fotos sowie jede Menge anspruchsvolle Texte: Das sind die Rahmendaten des neuen „Atlas Würzburg“ – eines Werks zum Nachschlagen und Stöbern, das einen Überblick über den Wandel der Stadt in ihrer mehr als 1300-jährigen Geschichte biete.

Am Freitag, 28. Oktober, haben die Herausgeber das Werk im Rahmen eines Festakts im Toscanasaal der Residenz der Öffentlichkeit vorgestellt.
„Wir wollen Bücher machen, die dem Leser nahe kommen, bei denen der Leser sagt: ‚Das hat mit mir zu tun‘“: Mit diesen Worten erklärte Verleger Hejo Emons den Festgästen im Toscanasaal, warum sein Verlag nun schon den zehnten Stadt-Atlas produziert hat. Der Atlas Würzburg sei solch ein Buch. Mit seiner „einzigartigen Verbindung von Karten mit Texten und Fotos“ spreche er alle an Würzburg Interessierten an, vom Schüler bis zum Senioren.

Professorin Barbara Hahn, Inhaberin des Lehrstuhls für Geographie III der Universität Würzburg, hatte die Federführung bei dem Projekt. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, sagte Hahn in ihrem Grußwort. Immerhin sei Würzburg die kleinste Stadt in der Atlas-Reihe des Emons-Verlags, und sie sei sich nicht sicher gewesen, ob diese Stadt genug Themen biete für solch ein umfangreiches Werk. Jetzt, nach der Fertigstellung, sehe sie die Angelegenheit anders: „Es gibt genügend Stoff, der sogar für einen zweiten Band reichen würde.“

Vom Mord bis zum Meefischle
Kein Wunder, dass Mitherausgeber und Autor Professor Roland Baumhauer, Inhaber des Lehrstuhls für Geographie I, sich beim ersten Blättern beinahe verirrt hat. Auf der Suche nach wirtschaftlichen Daten sei er bei Karten zu Mord-Schauplätzen in Würzburg hängen geblieben, dann bei Kapiteln über Meefischli, Stiftungen und Steinbrüche. Eine „Odyssee der sehr erfreulichen Art“ sei diese erste Begegnung mit dem neuen Atlas gewesen, so Baumhauer in seinem Grußwort im Toscanasaal. Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach in seinem Grußwort von einer „beispiellosen Publikation“. Der Atlas sei „ein Werk, das unserer Wissenschaftsstadt gerecht wird – inspirierend, akademisch fundiert und sachkundig.“

Wer sich selbst einen Eindruck von dem Atlas Würzburg verschaffen möchte, hat dazu in den kommenden Wochen Gelegenheit: Am Mittwoch, 2. November, wird um 16.00 Uhr eine Ausstellung im Foyer des Rathauses (1. Stock) eröffnet. 20 Poster mit Karten, Bildern und Texten aus dem Stadtatlas geben Einblick in ausgewählte Themen zu Geschichte und aktueller Entwicklung Würzburgs. Die Ausstellung wird bis 23. November im Rathaus und vom 28. November bis 21. Dezember in den Räumen der Sparkasse Mainfranken, Hofstraße 7 zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Barbara Hahn / Roland Baumhauer / Dorothea Wiktorin (Hg.): Atlas Würzburg. Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild. Mit historischen Karten und zahlreichen Abbildungen. Köln: Emons Verlag 2016, ISBN 978-3-95451-910-1, 240 Seiten, 49,95 Euro
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.