„NEIN zum Würzburg Tunnel“: Siedlergemeinschaft Heidingsfeld Süd über den Ausbau der A3

Das Bild zeigt den planfestgestellten Ausbau der A3 bei Würzburg, wie ihn auch die Siedlergemeinschaft fordert. Deutlich zu erkennen sind die neue Heidingsfelder Talbrücke sowie der Katzenbergtunnel. Foto Autobahndirektion Nordbayern (Foto: Autobahndirektion Nordbayern)
Die Siedlergemeinschaft Heidingsfeld Süd e.V. fordert alle Würzburger auf, beim Bürgerentscheid „A3 Ausbau mit Würzburg Tunnel“ am 13. April mit „Nein“ zu stimmen. Außerdem spricht sich die Siedlergemeinschaft für einen zukunftsorientierten Ausbau der A3 mit dem Katzenbergtunnel aus.

Folgende Fakten spielen laut Gemeinschaft eine entscheidende Rolle: Der höchstrichterlich vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig bestätigte Ausbau mit Katzenbergtunnel kostet 220 Millionen Euro. Für den von einer Initiative geforderten "Würzburg Tunnel“ gibt es noch keinerlei Planungen. Die Autobahndirektion Nordbayern geht davon aus, dass ein „Würzburg Tunnel“ nach heutigen Schätzungen etwa 343 Millionen Euro kosten würde. Eine Realisierung dieses Tunnels ist nicht vor 2028 möglich.

Die Abgase des „Würzburg Tunnel“ treten konzentriert an den Tunnelportalen aus und ziehen direkt in die Wohnbebauung des Heuchelhofs, in den Rottenbaurer und Reichenberger Grund, vor allem auch in die Lehmgrubensiedlung. Abluftschächte im Verlauf des „Würzburg Tunnels“ sind unmöglich, da diese direkt im Wohngebiet Heuchelhof ihre Mündung hätten. Bis heute gibt es keine Filtersysteme, die den lungengängigen Feinstaub in der benötigten Größenordnung herausfiltern können.

„Würzburg Tunnel“ gefährdet Trinkwasser
Der „Würzburg Tunnel“ würde zudem mitten durch das Wasserschutzgebiet der Winterhäuser Trinkwasserquellen gebaut und gefährdet so eines der wichtigsten Trinkwasservorkommen in Würzburg. Zudem münden die Tunnelportale mitten im Naturschutzgebiet „Bromberg Rosengarten“ und zerstören die dortige wertvolle Fauna und Flora.

Die Bauabwicklung des Katzenbergtunnels gewährleistet, dass kein Ausweichverkehr durch Würzburg führen wird. Während der Bauzeit werden drei Fahrstreifen in Richtung Frankfurt und zwei in Richtung Nürnberg für die Abwicklung des Autobahnverkehrs bereitgestellt. Die Fahrstreifen der Behelfsverkehrsführungen werden ausreichend breit bemessen. Während des Baus der neuen Talbrücke wird der Verkehr über die bestehende Brücke geleitet.

Der Katzenbergtunnel lässt Heidingsfeld und den Heuchelhof endlich „zusammenwachsen“, so die Siedlergemeinschaft. Die 2,9 Millionen Euro, mit denen die Stadt den Ausbau mitfinanziert, werden für die Begrünung des Katzenbergtunnels und für die Schaffung von Naherholungsanlagen wie Sportanlagen oder Spielplätze aufgewendet.

„Beim Katzenbergtunnel profitieren vor allem die Stadtteile Heidingsfeld und Heuchelhof vom Lärmschutz“, so Frank Störzbach, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft. „Die Lärmemmissionswerte werden durch die Tunnelung des Katzenbergs und durch Lärmschutz an der neugebauten Heidingsfelder Talbrücke teilweise um bis zu 90 Prozent gesenkt.“
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