Mit großer Ausstellung an einen großen Maler erinnert

Das Selbstbildnis von Armin Reumann in Uniform entstand im März 1918 in Anvers-sur-Oise (Frankreich). (Foto: Birgit Wörz, Institut für Kunstgeschichte)
Würzburg Zur Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zeigt das Martin-von-Wagner-Museum ab 16. November in seinen Räumen im Südflügel der Residenz eine große Ausstellung mit 250 Bildern von Armin Reumann. Viele Werke des Malers entstanden in seiner Zeit als Soldat auf dem Balkan und in Frankreich. Mitten im Krieg schuf Reumann Hunderte von Werken. Eröffnet wird die Ausstellung am 16. November, 19 Uhr.

In den Jahren unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg galt der aus Thüringen stammende Armin Reumann (1889-1952) als aufgehender Stern in der jungen Münchener Kunstszene. Anfang des Jahres 1915 wurde er dann zum Krieg eingezogen. „Schon ein halbes Jahr nach seiner Einberufung wurde er verwundet, aber der Offiziersstab ließ ihn nicht nach Hause – zu sehr hatte sich herumgesprochen, dass Reumann ein exzellenter Porträtmaler war, der zudem nicht mehr kostete als den Soldatensold. So wurde er zum Malen vom Waffendienst freigestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums.

Noch nie öffentlich gesehene Bilder ausgestellt
Die meisten von Reumanns Kriegsbildern waren noch nie öffentlich zu sehen. Jetzt stellt das Museum in der Neueren Abteilung rund 250 aus. In seinen Gemälden und Ölskizzen, Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen schildert Reumann den Ersten Weltkrieg so umfassend, wie es kaum irgendwo sonst in der bildenden Kunst der Fall sei, schreibt das Museum.

Schirmherr ist Oliver Jörg, MdL
Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg übernommen, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst im Bayerischen Landtag. Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 10:00 bis 13:30 Uhr, Donnerstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr. Führungen für Schulkassen und andere Gruppen nach Anmeldung unter T (0931) 31-82283, museum.na@uni-wuerzburg.de oder unter museumsinitiative@uni-wuerzburg.de (zur Ausstellung erscheint ein Katalog). Ergänzt wird die Ausstellung von einer öffentlichen Vortragsreihe über den Ersten Weltkrieg. Informationen: www.reumann.museum.uni-wuerzburg.de

Vortragsreihe "Der erste Weltkrieg in Kunst, Literatur und Musik"
Zur Ausstellung bietet die Universität die öffentliche Vortragsreihe „Der Erste Weltkrieg in Kunst, Literatur und Musik“ an. Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen gehen darin künstlerischen Reaktionen auf den Krieg nach. Der Eintritt ist frei; die Vorträge dauern etwa eine Stunde und finden jeweils mittwochs um 19:15 Uhr in einem der Ausstellungssäle des Martin-von-Wagner-Museums statt. Zugang über das Treppenhaus im Südflügel der Residenz. Vorträge zu der Ausstellung: Termine und Themen: www.reumann.museum.uni-wuerzburg.de

Vortragsprogramm auf einen Blick
• 19. November: Der Bilder- und Medienkrieg, Peter Hoeres, Universität Würzburg, Institut für Geschichte
• 26. November: Würzburger an der Front – alliierte Kriegsgefangene in Würzburg (Kriegstagebücher, Feldpostbriefe und Memoiren), Roland Flade, Main-Post Würzburg
• 10. Dezember: „1914 – Avantgarden im Kampf“: Die lange Geburt einer Ausstellung, Angelica Francke, Bundeskunsthalle Bonn
• 17. Dezember: Den Krieg ausstellen – Erfahrungen aus einem Kunstmuseum, Ralf Gottschlich, Städtisches Kunstmuseum Spendhaus, Reutlingen
• 7. Januar: Max Regers „Vaterländische Ouvertüre“, Ulrich Konrad, Universität Würzburg, Institut für Musikforschung
• 14. Januar: Der Erste Weltkrieg und die Grenzen der Repräsentation: Darstellungen des Shell Shock-Syndroms in der englischen Literatur, Isabel Karremann, Universität Würzburg, Institut für Anglistik
• 21. Januar: Die Enkel der Grande Guerre in der französischen Literatur, Irmgard Scharold, Universität Würzburg, Institut für Romanistik
• 28. Januar: Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“, Wolfgang Riedel, Universität Würzburg, Institut für deutsche Philologie
• 4. Februar: Shakespeare in the Trenches, Ton Hoenselaars, Universität Utrecht, Institute for Cultural Inquiry
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