Mit 38 Cent die Welt besser machen

  38 Cent sind nicht viel Geld – und doch können sie Ausweglosigkeit in echte Hoffnung verwandeln. Der Verein Würzburger Partnerkaffee ist hier das beste Beispiel.

Der Verein Würzburger Partnerkaffee konnte auch in diesem Jahr entsprechend seinen Satzungszwecken neben der Bildungsarbeit für den Fairen Handel eine beträchtliche Summe aus den Solidaritätsbeiträgen des Röstkaffee-Verkaufs vergeben.
Pro Pfund verkauften Kaffees erhebt der Verein einen Solidaritätsbeitrag in Höhe von 38 Cent, der jährlich als Gesamtsumme an die Projektpartner in Tansania ausgeschüttet wird.

In diesem Jahr erreichten den Verein acht Anträge aus verschiedenen Projektbereichen seiner Mitglieder. Diese stellten die Projekte und Fördersummen an Hand detaillierter Beschreibungen vor und konnten so beispielsweise wie der Afrika Club für die Ausbildung Jugendlicher im Bereich Schreinerei und KFZ-Technik in Igwachanya (Diözese Njombe) 5.500 Euro Fördersumme erhalten.

Die Missionsbenediktiner in Peramiho erhielten 4.000 Euro für den Kauf eines Anästhesie-Gerätes für das dortige Hospital, das für den Bereich der Diözese Songea und darüber hinaus das Referenz-Krankenhaus ist.

Vermittelt durch den Weltladen Würzburg wurden außerdem 8.000 Euro für den Kauf medizinischen Geräts und Krankenhausausstattung für die diözesane Gesundheits-versorgung in Mbinga möglich. Diese Hilfe ist hochwillkommen, da solche Neuanschaffungen aus den Beiträgen der finanziell oft schlecht gestellten Patienten praktisch unmöglich sind. So können Mikroskope, Operationswerkzeug gekauft, aber auch die Behandlungsräume besser ausgestattet werden.

8.000 Euro erhielt das Evangelisch-Lutherische Dekanat Würzburg für den Auf- und Ausbau des Kindergartens in der Verantwortung der Partner in Songea. Dort wurde bereits mit dem Bau eines weiteren Kindergartens begonnen, da der vorhandene mittlerweile erweitert werden muss.

In Würzburgs Partnerstadt Mwanza konnte der Verein einer Behinderteneinrichtung mit der Finanzierung eines Wasseranschlusses helfen: So können die dortigen Bewohner fortan Wasser aus dem städtischen Netz beziehen, das bisher nur sporadisch und unregelmäßig zur Verfügung stand. Nun ist ein ordentlicher Anschluss vorhanden, der das Leben der gehandicapten Jugendlichen wesentlich erleichtert (2.100 Euro).

In der Partnerschaftsarbeit des Katholischen Frauenbunds der Diözese baten deren Partner um Hilfe zur Finanzierung von Gesundheits-Seminaren, in denen Aufklärung im Bereich Hygiene mit Kleinkindern in Außenstationen der Pfarrei Mpapa gegeben werden. Diese wichtige Arbeit der Menschen vor Ort unterstützt der Verein mit 8.000 Euro.

Auch die Jugendarbeit in Tansania profitiert vermittels des BDKJ und seines Kolping-Mitgliedsverbandes in der Region Tanga: Dort erlernen Jugendliche Grundlagen des Maurer- und Schreinerhandwerks in Vier-Monats-Kursen, die sie in die Lage versetzen, bei einfachen Bauten Mithilfe leisten zu können. Mit den investierten 3.100€ werden die Kosten für die Kurse beglichen.

Die Arbeit des Missions-ärztlichen Instituts in Moshi / Nordtansania unterstützt der Verein an der Kilimanjaro School of Pharmacy mit 4.000 Euro mit der Einrichtung von Laborarbeitsplätzen für Studenten. So können diese in ihrer späteren Laufbahn als qualifizierte Mitarbeiter im Pharmazie-, Apotheken- und Laborbereich der Krankenhäuser ihren Dienst tun.

Als Hilfe für Leprakranke, deren Heilungsprozess schon fortgeschritten ist, versteht sich die Unterstützung, die ein Reintegrationsprogramm des Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfswerks DAHW ermöglicht. 4.000 Euro helfen dabei, dass adäquater Wohnraum und Gesundheitsfürsorge geschaffen werden können.

„Wir freuen uns mit unseren Projektpartnern vor Ort, dass auf diese Weise Hoffnung und Ermutigung gegeben werden kann, wo sonst oft Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herrschen würden. Jedes kleine Zeichen, und seien es nur die 38 Cent Solidaritätsbeitrag, das jedes verkaufte Pfund Röstkaffee abwirft, wird so zum Impuls für Hoffnung auf Zukunft und Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Klaus Veeh, Geschäftsführer des Vereins Würzburger Partnerkaffee.

Mehr Info: www.wuerzburger-partnerkaffee.de

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