Los-Entscheid im Stadtrat: Marion Schäfer-Blake bleibt Bürgermeisterin

Das neue gleich dem alten Direktorium im Rathaus mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Mitte, seinem ersten Stellvertreter Dr. Adolf Bauer und der zweiten Stellvertreterin, Marion Schäfer-Blake. Foto: Stadt/Pressestelle
Würzburg Marion Schäfer-Blake, SPD, seit 2003 2. Bürgermeisterin in Würzburg, ist wieder in ihr bisheriges Amt gekommen. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Christian Schuchardt wurde sie einer der spannungsreichsten Sitzungen eines Stadtrats in den letzten 40 Jahren, nach zwei Wahlgängen per Los „gewählt“.

29 von 51 Stimmen für Dr. Adolf Bauer
Dr. Adolf Bauer wurde im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidat mit 29 von 51 Stimmen zum ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. Es war die 1., die konstituierende Sitzung des im März neu gewählten Stadtrats. Die vorhandenen Stühle reichten für die zahlreichen Besucher nicht aus.

Zweimaliges Patt führte zum Losentscheid
Im ersten Wahlgang erhielt Schäfer-Blake, ebenso wie ihr Mitkonkurrent Joachim Spatz, FDP, 25 Stimmen der stimmberechtigten 51 Stadträten, einschließlich Oberbürgermeister, ein Stadtrat schrieb den Namen Felgenhauer auf seinen Abstimmungszettel. Dem Patt folgte unmittelbar eine Stichwahl, Schäfer-Blake gegen Spatz. Der 1. Wahlvorgang wiederholte sich, nur aus dem Namen Felgenhauer wurde ein ungültiger Zettel. Es musste gelost werden.

Die Spannung im Ratssaal war mit den Händen greifbar und entlud sich nach der Ziehung des Loses mit frenetischem Jubel einerseits, andererseits mit dem Ausdruck ungläubig-betroffenen Staunens bis zögerlichem Klatschens bei den Stadträten des konservativen Bürgerblocks, geschmiedet im Spätsommer des vergangenen Jahr von CSU, WL, der FDP und dem Bürgerforum.

OB: Teuere Projekte müssen bezahlbare sein
Dr. Adolf Bauer wurde von der Fraktionsvorsitzenden der CSU im Stadtrat, Dr. Christine Bötsch, als 1. Vertreter vorgeschlagen. Für die SPD schlug Alexander Kolbow Marion Schäfer-Blake als 2. Stellvertreterin vor, ebenso votierte der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Mathias Pilz. Joachim Spatz wurde von Jürgen Weber, Fraktionsvorsitzender der WL, auch im Namen von FDP und BF, vorgeschlagen.

Die Sitzung einleitende, hat in einer 20minütigen Rede Oberbürgermeister Schuchardt einen breit angelegte Überblick zu den anstehenden Problemstellungen in der Stadt für die Arbeit des Stadtrats in den nächsten sechs Jahre skizziert. Dabei machte er besonders deutlich, dass die Machbarkeit teuerer Projekte abhängig sei von der Finanzierbarkeit. -ser
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