Leonhard Frank-Ausstellung im Rathaus eröffnet

Als einen der erfolgreichsten deutschen Literaten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und als Virtuosen des literarischen Expressionismus würdigte Bürgermeister Dr. Adolf Bauer den Schriftsteller Leonhard Frank bei der Ausstellungseröffnung im Foyer des Würzburger Rathauses. „Kein anderer Schriftsteller hat ein so intensives Bild von Würzburg gezeichnet“, betonte Bauer. Allerdings sei dieses Bild sehr ambivalent: es enthalte warme Töne, aber auch beißende Kritik. Dies hat dazu beigetragen, dass Leonhard Frank die
Anerkennung, die ihm international zuteilwurde, in seiner Heimatstadt lange versagt blieb. Die Ausstellung „Leonhard Frank – Lebenszeichen 1945 – 1952“ zeigt vor allem Dokumente aus den letzten Exil-Jahren des Würzburger Dichters. Die Exponate hat Michael Henke, 1. Vorsitzender der Leonhard-Frank-Gesellschaft in zahlreichen Archiven im In- und Ausland gefunden und werden mit Ausnahme von zwei Dokumenten erstmals in einer Ausstellung gezeigt. Zur Erinnerung an den großen Schriftsteller findet vom 4. bis 13. April unter dem Titel „Würzburg liest ein Buch“ ein kulturelles Großereignis statt mit über 100 Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen und Diskussionen.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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