Kunst gegen Komasaufen

Im letzten Jahr kamen mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Bayerns Kliniken landeten 4.392.
 
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will „Alternativen zum Rauschtrinken aufzeigen“.

Gesundheitsministerin Huml startet DAK- Kampagne „bunt statt blau“

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und die DAK-Gesundheit die Kampagne „bunt statt blau“ 2018 zur Alkoholprävention in Bayern. Der erfolgreiche Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum neunten Mal statt. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: Auch 2016 kamen mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Bayerns Kliniken landeten 4.392. Obwohl die Zahl der Betroffenen im Freistaat erneut leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaßhaben dazu“, erklärt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Bayern. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei bunt statt blau: Hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“ Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87.000 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

Wird Saufen langsam uncool?
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: „Die Zahl der Betroffenen in Bayern ist erfreulicherweise seit fünf Jahren rückläufig. Diesen Trend unterstützen wir auch weiterhin entschieden. Daher habe ich wieder sehr gerne die Schirmherrschaft für die DAK-Kampagne 'bunt statt blau' übernommen. Damit wollen wir die Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol sensibilisieren und Alternativen zum Rauschtrinken aufzeigen.“

Huml ist optimistisch, dass die gemeinsamen Bemühungen mit der DAK gegen den Alkoholmissbrauch weiterhin Früchte tragen. Das bayerische Gesundheitsministerium engagiert sich darüber hinaus mit Präventionsprojekten wie beispielsweise „Hart am Limit - HaLT in Bayern“ und „Diskofieber“ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen.
Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wird die Bundesjury nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger „bunt statt blau“ 2018 wählen. Neu in der Jury ist der Hamburger Newcomer Emree Kavás. Der Deutsch-Soul-Sänger macht aktuell mit seiner Debüt-Single „Kopf hoch“ auf sich aufmerksam.

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.
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