Kult-Logo der „Sanisbar“ ziert die Kickers-Brust – Würzburgs Regionalligist präsentiert neuen Trikotsponsor

Kickers mit neuem Sponsor: im weißen Trikot Christopher Bieber, im roten Trikot Steven Leverenz, im schwarzen Trikot Clemens Schoppenhauer.
Die Würzburger Kickers können zum Start der neuen Saison mit einem prominenten neuen Trikotsponsor aufwarten: Das Sylter Kultrestaurant „Sansibar“ ziert fortan die Brust der Rothosen. Für den mainfränkischen Regionalligisten mit Drittliga-Ambitionen ist das ein echter Coup, der bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis war. Knapp vier Wochen vor dem Saisonauftakt in der Regionalliga Bayern haben die Rothosen die Partnerschaft im Rahmen einer Pressekonferenz bei Optik Kresinsky in der Würzburger Domstraße vorgestellt. Der Kontrakt läuft zunächst für ein Jahr, über Vertragsinhalte haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Sansibar-Wirt Herbert Seckler engagiert sich damit erstmals als Sponsor im Fußballumfeld überhaupt und erklärt: „Ich bin mit Bernd Hollerbach seit vielen Jahren befreundet. Als er mir von dem Projekt der Würzburger Kickers erzählte, war ich sofort Feuer und Flamme und habe meine Unterstützung zugesagt".

Als Zeichen der neuen Partnerschaft tragen die Servicekräfte in der Sansibar auf Sylt künftig an allen Spieltagen der Mainfranken in der Saison 2014/2015 die Trikots des FC Würzburger Kickers. Das Team von Trainer Bernd Hollerbach startet mit dem Auswärtsspiel beim FC Bayern München am 12. Juli 2014 in die neue Saison, das erste Heimspiel ist eine Neuauflage des bayerischen Toto-Pokalendspiels und steigt bereits am 15. Juli gegen den SV Schalding-Heining.

Bernd Hollerbach zeigte sich vom neuen Trikotsponsor jedenfalls richtig begeistert: „Ich bin seit meiner HSV-Zeit ein großer Fan der Sansibar. Ich bin stolz, dass unsere Mannschaft künftig mit diesem bekannten und einzigartigen Logo auflaufen wird. Mein Freund Herbert hat auf Sylt ein herausragendes Gastronomieerlebnis geschaffen. Wir haben hier auch großes vor und die Säbel der Sansibar werden uns jeden Tag daran erinnern, wofür wir kämpfen!"

Herbert Seckler und die Geschichte der Sansibar
Man kann vielleicht sagen, der Kult-Wirt Herbert Seckler machte eine Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär. 1974 kam der Schwabe mit 22 Jahren nach Sylt. Zunächst unterhielt er ein Strandkiosk die erste „Sansibar“, wo er Hausmannskost, Würstchen, Pommes und Linsensuppe verkaufte. Von Existenzsorgen geplagt arbeitete Seckler außerhalb der Saison auf Butterschiffen. 1982 brannte das damals kaum bekannte Strandrestaurant Sansibar ab, wodurch Seckler in eine große Verschuldung stürzte, Seckler entschloss sich zusammen mit seiner Frau Helga, eine größere Sansibar wiederaufzubauen – mit ausgedehntem Weinkeller unter der Küche des Neubaus.

Heute ist die Sansibar ein erfolgreicher Handelskonzern und ein Familienbetrieb, in dem die beiden ältesten Töchter der Secklers im Service mitarbeiten. 2009 wurde Herbert Seckler vom Gastronomiekritiker Gault Millau zum „Restaurateur des Jahres“ geadelt, die Sansibar wurde mit 13 Punkten ausgezeichnet.

Der Würzburger Dreijahresplan für die Dritte Liga
Es war ein absolut ehrgeiziges Ziel, doch alle Etappen auf dem Weg zur Rückkehr des Profifußballs in der Stadt hat der FC Würzburger Kickers bis dato tatsächlich gemeistert. Binnen nicht ganz vier Monaten hat der 1907 aus der Taufe gehobene Traditionsklub eine ganze Region mitgenommen und es tatsächlich geschafft, den avisierten Dreijahresetat von mindestens 3,6 Millionen zu akquirieren.

Damit ist der Startschuss für das ambitionierte Profifußball-Vorhaben unter dem Motto „3 x 3 – Würzburg in 3 Jahren in die Dritte Liga – Jetzt oder nie!“ gefallen: Mit Trainer Bernd Hollerbach wurde ein waschechter Unterfranke gewonnen, der mit seiner Erfahrung als Ex-Profi und als langjähriger Assistenztrainer an der Seite von Felix Magath für sportlichen Erfolg sorgen soll. Insgesamt drei Jahre hat sich der FC Würzburger Kickers Zeit gegeben, um unter den jetzt eingeführten professionellen Rahmenbedingungen am Dallenberg den Weg zurück in den bezahlten Fußball zu schaffen.
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