Kokosblütenzucker - Gesundheitlich vorteilhaft?

Aktuell erfährt Kokosblütenzucker einen richtigen Boom. Zeit also, die gesundheitlichen Aspekte zu durchleuchten. Ist er gesünder oder handelt es sich nur um reines Marketing?

Die Suche nach alternativen Süßungsmitteln verschärft sich, je mehr vor dem Verzehr von raffiniertem Haushaltszucker gewarnt wird. Was hat es mit den unterschiedlichen Versprechungen auf sich, die zum Beispiel für Kokosblütenzucker verbreitet werden.

Welche Vorteile bietet Kokosblütenzucker?

Der gesundheitliche Vorteil liegt im glykämischen Index, der zwischen 35 und 40 schwanken kann. Dieser Wert liegt unter dem von Honig und erst recht unter dem von Rohrzucker. Der niedrige glykämische Index ist für die Vermeidung von starken Blutdruckschwankungen und den langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich, was Diabetiker freuen wird.
Für alle, die Ihren Konsum von Rohrohrzucker und raffiniertem Zucker reduzieren wollen, ist Kokosblütenzucker eine gesunde und geschmacksintensive Alternative.

Im Alltag aber auch im Zusammenhang mit einer Diät führt das länger bestehende Sättigungsgefühl dazu, dass sich Heißhungerattacken minimieren und weniger zwischen den eigentlichen Mahlzeiten gegessen wird.

Die Verwendung von Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker, der durch Anschneiden der Blütenknospen einer Kokospalme gewonnen wird, besitzt einen niedrigen Schmelzpunkt und lässt sich in Form von feinem Granulat sehr gut verarbeiten. Das Granulat wird aus den Zuckerkristallen der Kokosblüten gewonnen. Diese Kristalle entstehen durch Einkochen und Reduzieren des Kokosnektars. Dieser tritt aus, wenn die Blütenknospen der Kokospalme angeschnitten werden. Die Feinheit und Natürlichkeit des Granulats fördert die Beliebtheit von Kokosblütenzucker beim Backen und Kochen sowie beim Süßen von Desserts und Getränken.

Traditionell wird Zucker der Kokosblüte schon immer in der indischen und südostasiatischen Küche verwendet. Bei der Dosierung sollte berücksichtigt werden, dass seine Süßkraft etwas geringer ist als die von raffiniertem Haushaltszucker. Allerdings wird der minimale Unterschied optimal ausgeglichen durch das wunderbar malzige und leicht nach Karamell duftende und schmeckende Aroma. Aus diesem Grund heraus verwenden die meisten Kokosblütenzucker trotz der geringeren Süßkraft 1:1.

Welche Merkmale zeichnen einen qualitativ hochwertigen Kokosblütenzucker aus?

Bei reinem Kokosblütenzucker handelt es sich um 100 % naturbelassene und natürliche Qualität aus kontrolliert biologischem Anbau, der nicht mit anderen Zuckerarten gestreckt wurde. Der vegane Zucker ist nicht raffiniert und auf Gentechnik wurde konsequent verzichtet.

Der glykämische Index liegt bei 35 bis maximal 40. Diese wichtigen Angaben sind den Produktinformationen zu entnehmen, sodass sich Verbraucher auf der sicheren Seite befinden, wenn Sie diese Informationen vorliegen haben. Das Biosiegel und der Hinweis Fair Trade garantieren darüber hinaus den nachhaltigen Anbau zum Schutz von Natur und Umwelt sowie gerechte Arbeitsbedingungen für die Bauern und Arbeiter vor Ort. Von großem Vorteil ist auch die Tatsache, dass der oft chemische Beigeschmack vieler alternativer Süßungsmittel auf Kokosblütenzucker nicht zutrifft.

Gesundheitliche Vorzüge?

Als ob diese Vorzüge nicht schon genug überzeugen könnten. Der Kokosblütenzucker überzeugt auch mit einer großen Fülle an bekömmlichen Nährstoffen. Im Bereich der Mineralstoffe überzeugt der Kokosblütenzucker mit 30-mal mehr Phosphor, 18-mal mehr Kalium und 10-mal mehr Zink im Vergleich zu braunem Zucker.

Ferner sind 16 von 20 essenziellen Aminosäuren enthalten, die der menschliche Stoffwechsel als Grundlage für einen gesunden Organismus benötigt. Damit sind sie nicht nur für den Aufbau, sondern auch für den Erhalt aller Körperfunktionen verantwortlich. Die Regeneration der Knochensubstanz sowie der Zellstruktur aber auch die Steuerung der Enzym- und Hormonbildung als Regulatoren im Herzkreislaufsystem profitieren von den Aminosäuren im Kokosblütenzucker. Das Gleiche gilt für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Glutamin, wichtig für eine normale Herz- und Prostatafunktion, bietet im Bereich der Aminosäuren den höchsten Gehalt. Ferner ist Glutamin am Gleichgewicht des Säure-Basenhaushalts beteiligt und bildet damit einen wichtigen Baustein für die essenzielle Synthese der RNA und DNA. Auch eine entzündungshemmende Wirkung konnte Glutamin in diversen Studien nachgewiesen werden. Letztlich wird das gesteigerte Verlangen nach Zucker und Süßigkeiten gemindert. Eine geniale Eigenschaft für alle, die Ihr Gewicht reduzieren möchten.

Darüber hinaus ist Glutamin „Futter für das Gehirn“. Eine Steigerung der Konzentration und Gedächtnisleistung ist somit nicht auszuschließen.

Bezogen auf die Mineralstoffe ist Kokosblütenzucker reich an Eisen, Zink, Kalium, Kalzium, Phosphor, Mangan und Magnesium. Obwohl diese für den Menschen unverzichtbar sind, kann der menschliche Körper sie nicht selber bilden. Damit wird der Zucker aus der Kokosblüte zu einem wichtigen Lieferanten.

Reichlich vorhanden ist auch der Ballaststoff Inulin, der die Aufnahme von Calcium und Magnesium verbessern kann. Dies kommt der Stärkung der Knochensubstanz zugute. Dadurch, dass Inulin als präbiotischer Nahrungszusatzstoff das Wachstum der körpereigenen Bifidobakterien stärkt, erfolgt eine positive Wirkung auf die Zusammensetzung der Darmflora und damit auf die Darmtätigkeit. Und eine gesunde Verdauung stärkt nachweislich das Immunsystem.

Mit Inulin haben auch Diabetiker kein Problem, weil der Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst wird.

Der Kokosblütennektar enthält zudem Vitamin C und 12 essenzielle Vitamine der B-Gruppe. In Kokosblütenzucker aus dem Nektar sind diese enthalten. Zu den reichhaltig vorhandenen B-Vitaminen gehören:

- Thiamin (Vitamin B1)
- Riboflavin (Vitamin B2)
- Folsäure (Vitamin B9 bzw. Vitamin B11)
- Cholin (Vitamin B4)
- Pyridoxin (Vitamin B6)
- Pantothensäure (Vitamin B5)
- Nicotinsäure (Vitamin B3)
- Spuren von Vitamin B12

Diese Vitamine der B-Gruppe benötigt der menschliche Organismus, um die mit der -Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate abzubauen und dann in Energie umzuwandeln. Auch für bestimmte Hirn- bzw. Nervenfunktionen werden sie benötigt.

Inositol (eine Vitamin B ähnliche Substanz), die für die Behandlung von beispielsweise Panikstörungen, erhöhten Cholesterinspiegel, Krebs, Schizophrenie, Alzheimerkrankheit, ADHS, Autismus sowie Depressionen und Schlaflosigkeit verwendet wird, ist ebenfalls in größerer Menge vorhanden.
Die Verabreichung bei Psoriasis (Schuppenflechte) sowie bei Nebenwirkungen durch eine medizinische Lithiumbehandlung erfolgt immer häufiger. Auch das Haarwachstum soll sich dank Lithium fördern lassen.

Kokosblütenzucker ist also zurecht die gesündere Variante für alle, die auf Süßes nicht verzichten möchten.
1 Kommentar
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Sven Gustavsson aus Würzburg Stadt | 20.04.2017 | 14:39   Melden
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