Infotreff Gesundheit: Diagnose Knorpelschaden - was tun?

Wann? 05.05.2014 18:00 Uhr

Wo? Rotkreuzklinik, Würzburg DE
Volker Apell, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Belegarzt an der Rotkreuzklinik Würzburg, erklärt, wie wichtig ein gesunder Knorpel ist.
Würzburg: Rotkreuzklinik |

Knorpelschäden können zu Schmerzen und schlimmstenfalls zu Arthrose und Gelenkverlust führen – wie man das verhindern kann, erläutert Volker Apell, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Belegarzt an der Rotkreuzklinik Würzburg, noch einmal am Montag, 5. Mai beim Infotreff Gesundheit.

„Wir brauchen einen gesunden Knorpel, damit sich unsere Gelenke leicht und schmerzfrei bewegen lassen“, erklärt Apell. „Ist der Knorpel akut oder chronisch geschädigt, kann es zu anhaltenden Schmerzen kommen.“ Meist sind die großen Gelenke, wie Knie, Hüfte, Sprunggelenk oder Schulter von solchen Knorpelschäden betroffen. Ursache können Verletzungen, Fehlbelastung, angeborene Fehlstellungen oder Verschleißerscheinungen sein. Auch bei internistischen Erkrankungen, zum Beispiel Gicht oder Rheuma, können Knorpelschäden auftreten.

So läuft Gehen reibungsfrei ab
Damit ein Gelenk leicht und ohne Reibung beweglich ist, sind die beiden Gelenkpartner mit Knorpel überzogen. Dieser Knorpel bildet die Gleitfläche und ist je nach Gelenk etwa drei bis acht Millimeter dick. Der Knorpel ermöglicht das reibungsfreie Bewegen des Gelenks und federt harte Stöße beim Laufen, Springen und Gehen ab.

Durch eine komplexe Verwebung der Knorpelzellen und der umgebenden Kollagenfasern wird die notwendige hohe Belastbarkeit erreicht. Ist der Knorpel geschädigt, verliert er nach und nach seine Funktion.
Leider besitzt der menschliche Gelenkknorpel keine spontane Selbstheilungsmöglichkeit. Daher ist das Ziel jeder Behandlung, den Knorpel zu erhalten, in seiner Funktion zu verbessern oder ihn bei größeren und tiefer gehenden Schäden zu ersetzen. „Neben der stadiengerechten Therapie des Knorpelschadens ist es vor allem wichtig, den Auslöser für den Knorpelschaden zu beseitigen“, erläutert Apell. Die Möglichkeiten der Knorpeltherapie reichen heutzutage von Nahrungsergänzungsmitteln über Spritzentherapien bis hin zu operativen Methoden mit Stammzellverfahren und Knorpelzelltransplantation.

Apell gibt in seinem Vortrag einen Überblick über diese vielseitigen Möglichkeiten der Knorpeltherapie. Nach dem Vortrag steht der Orthopäde für Fragen rund um das Thema Knorpelschäden zur Verfügung.

Neuer Termin: Diagnose Knorpelschaden – Gelenkerhaltung um jeden Preis, Montag, 5. Mai ab 18 Uhr im Saal der Berufsfachschule für Krankenpflege (gegenüber der Rotkreuzklinik), Würzburg, Kapuzinerstraße 13. Der Eintritt ist frei.
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